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.NET User Group Leipzig

Gurken-Kartoffel-Salat

23. March 2009

ZutatenKartoffel-Gurken-Salat

  • 125 ml klare Brühe (alternativ: Vegeta)
  • 4 EL Essig
  • 1 kg Kartoffeln
  • 6 EL Öl
  • Pfeffer
  • 1 Salatgurke
  • Salz
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 TL Senf
  • Zwiebeln

Zubereitung

Kartoffeln 25 Minuten kochen, abgießen, pellen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel würfeln, mit der Brühe aufkochen. Senf, Essig, Salz, Pfeffer und Öl hinzufügen. Die Menge über Kartoffeln gießen und ca. alles 1 Stunde durchziehen lassen. Danach Gurke waschen¹ schälen und in Scheiben hobeln. Schnittlauch in Röllchen schneiden. Beides unter den Salat heben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu passen gut Käsebockwürste oder paniertes Schnitzel.

¹ vom Stamm zum Stiel, damit diese nicht bitter wird

Am 16.02.2009 fand das zweite .NET Bootcamp 2009 nach dem Konzept Lernen durch Lehren (LdL), dieses Mal mit dem Thema „Unit Tests“ statt (erster Erfahrungsbericht zum Thema .NET 3.5 hier).

Dieses .NET Bootcamp behandelte das Konzept einer testgetriebenen Softwareentwicklung. Angefangen von Unit Tests haben wir uns über Behavior-Driven Development hin zu tiefergehenden Fragestellungen wie Mock Frameworks, Inversion of Control sowie dem Object Mother bzw. Builder Entwurfsmuster vorgearbeitet. Wie man aus der nachfolgenden Grafik als Resultat des Feedbacks der Teilnehmer selbst entnehmen kann, ist die Resonanz auf diese Veranstaltung hervorragend. Einige der Teilnehmer haben gleich noch am Montagabend nach Besuch des .NET Bootcamps und der Pizza zuhause ihren ersten Unit Test geschrieben und können jetzt auch klassische Unit Tests z. B. gegenüber MSpec einschätzen. Dieses .NET Bootcamp war schon wie das erste überbucht, da wir die Anzahl der Teilnehmer zugunsten der Idee eines messbaren Wissenstransfers beschränkt hatten.

Auswertung vom Feedback von 15 Teilnehmern zum .NET Bootcamp 2009: Unit Tests

(Auswertung vom Feedback von 15 Teilnehmern)

Als Resümee: Das. NET Bootcamp zum Thema "Unit Test" war wirklich sehr erfolgreich, auch für unseren Sponsor der Veranstaltung. Schließlich lässt sich Catering für eine Veranstaltung wie ein .NET Bootcamp nicht nur im Rahmen eines pro-aktiven Recruitment, sondern auch als Catering einer sonst sehr teuren Fortbildungsveranstaltung verstehen.

Lars Keller von der .NET Developer Group Braunschweig hat mich nach dem .NET Bootcamp-Konzept gefragt, hier ist es:

Wie funktioniert ein .NET Bootcamp mit LdL?

  • die Initiatoren des .NET Bootcamps definieren das, was gemessen werden kann
    • z. B. bei Unit Tests, dass nach dem Besuch, allen Mock-Objekte klar sind
    • die Phase ist nicht zu unterschätzen, hier liegt die "Arbeit" bei einem .NET Bootcamp
  • es gibt einen einzigen (fachlich) Verantwortlichen für das .NET Bootcamp
    • derjenige erstellt initial die Fragen
    • die Fragen sind aufzuteilen in "leicht", "mittel", "schwierig"
    • derjenige führt ein Review dieser Fragen mit zwei weiteren Personen durch
      • die Reviewer müssen sich nicht unbedingt komplett mit der Thematik auskennen
    • Teilnehmer erhalten 1 Woche vor dem .NET Bootcamp je zwei Fragen per E-Mail
      • Vorlage siehe weiter unten
      • eine Rückmeldung ist erforderlich, ansonsten werden die Teilnehmer gestrichen
      • die Fragen werden doppelt, zufällig (nicht nach Skills!) vergeben
        • Teilnehmer A erhält z. B. Frage #1 und #12, Teilnehmer B Frage #1 und #7
    • alle Teilnehmer erhalten zusätzlich alle Fragen
    • Teilnehmer erhalten eventuell auch ein Beispielprojekt, bei dem möglichst alles eingestellt bzw. dabei ist
  • die Teilnehmer sitzen in einem Kreis, Halbkreis oder wenigstens in einer U-Form
  • jemand stellt die "Regeln" eines .NET Bootcamps kurz, prägnant, bildlich vor
    • alle sind gleich, es gibt keine allwissende Instanz oder Guru
    • es gibt nur Meinungen, nicht "falsch", "richtig"
    • es gibt keine falschen Antworten, Unklarheiten sollen gerade entstehen, um zu vermeiden, dass die Meinung einer "allwissenden Instanz" einfach hingenommen wird
    • der (fachlich) Verantwortliche des .NET Bootcamps hilft bei der Klärung der Unklarheiten
      • die Reviewer unterstützen ebenfalls, alle sind gleich
      • es gibt eine basisdemokratische Grundhaltung, d. h., Meinungen sind wichtig, nicht wie bei einem Vortrag, der Verantwortliche lässt immer erst alle "abfeuern"
    • die "Lehrer" sollen explizit darauf achten, ob die anderen Teilnehmer es verstehen
      • mögliches Instrument: "Glaubst du, dass das jemand verstanden hat?"
      • weiteres Instrument: "Schau in die Gesichter..."
  • der Start sollte mit einer Frage sein, die ins Thema einführt
    • danach sollte möglichst gleich etwas Praktisches erfolgen, sonst ist es wie ein Vortrag
    • z. B. als zweite Frage: Erläutern Sie den Begriff System Under Test im Kontext von Test-Driven Development (TDD).; nach Beantwortung dieser Frage startet der Verantwortliche mit Code
    • der Verantwortliche hat ein Skript, wo die Fragen / der Ablauf geordnet ist¹
  • mehr zu LdL auch hier in einem Beitrag von Lutz Berger
  • nach dem .NET Bootcamp werden die Materialien etc. online zur Verfügung gestellt
  • ca. 14 Teilnehmer, ca. 6 - 7 h, inkl. Catering wie Getränke, Kuchen, Kaffee, Pizza etc.
  • direkt nach dem .NET Bootcamp wird Feedback per standardisiertes Verfahren abgefragt
  • die Idee ".NET Bootcamp / LdL" wird verbreitet...

 .NET Bootcamp 2009: Unit Tests am 16.02.2009 in Leipzig, die Teilnehmer sitzem im Kreis

.NET Bootcamp 2009: Unit Tests am 16.02.2009 in Leipzig, Flipchart, Whiteboard etc. ist alles erlaubt

Vorteile bei der Organisation

  • auf die Vorbereitung der Inhalte konzentrieren sich die Teilnehmer
    • bei den bisherigen .NET Bootcamps wurden die Verantwortlichen vielleicht drei, vier Folien vorbereitet sowie natürlich ein paar Beispiele und ein Skript
  • nach dem Empfang der Fragen melden sich ein, zwei Teilnehmer wieder ab
    • alle Teilnehmer sollten wie weiter oben erwähnt alle Fragen erhalten, damit sie das .NET Bootcamp vorher einschätzen können
  • durch die Pflicht zu einer Rückmeldung sowie Ausarbeitung von Antworten sind Teilnehmerzahlen stabiler als bei dem Instrumentarium "Vortrag" in einer .NET User Group
  • alle lernen etwas, auch die, die sich mit einem Thema sehr gut auskennen

E-Mail-Vorlage für einen Teilnehmer eines .NET Bootcamps

Sehr geehrter Teilnehmer des .NET Bootcamp 2009: Unit Tests,

anbei erhalten Sie zwei Fragen für das .NET Bootcamp 2009, die Sie bitte klären. „LdL“ funktioniert so, dass Sie die Antwort zu der Frage den anderen Teilnehmern vorstellen, Sie übernehmen praktisch den Part des Lehrers. Einsetzen dürfen Sie dazu alles, vom Whiteboard, über einen Beamer bis hin zu einem Skript. Demos können auf einem von uns gestellten Laptop vorgeführt werden.

Zur Klärung einer Frage benötigen Sie erfahrungsgemäß maximal 60 - 90 Minuten. Wenn Sie die Fragen nicht beantworten können, keine Idee haben etc., ist das nicht schlimm. Es gibt keine falschen Antworten! Achten Sie nur darauf, dass eine Frage in Ihrer „Lehrtätigkeit“ nach ca. 15 - 30 Minuten beantwortet sein sollte, damit Platz für die Fragen der anderen Teilnehmer ist.

Ihre Fragen sind #3 und #19.

Bitte melden Sie sich bis zum 11.02.2009 bei mir und geben Sie eine Rückmeldung zur Ihrer Teilnahme. Sie können dazu einfach auf diese E-Mail antworten.

Bei Fragen können Sie sich jederzeit an mich wenden.

Viele Grüße

Alexander Groß, Torsten Weber, Marcel Hoyer

--
Alexander Groß
http://therightstuff.de/

¹ bei uns war tatsächlich der Start geringfügig etwas "trocken", da Frage 8 erst relativ spät kam

Aktualisierung: ein weiterer Erfahrungsbericht steht hier
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Am 09.01.2009 wurde zum ersten Mal ein .NET Bootcamp verbunden mit¹ dem Konzept Lernen durch Lehren von Alexander, Marcel und mir gestartet. Ein .NET Bootcamp ist so zu verstehen, dass nach der Veranstaltung Teilnehmer etwas ganz konkretes "mitgenommen" haben. Anstatt "konkretes" könnte auch "messbares" geschrieben werden. Es geht nicht um Marketing oder Vergleiche, ob das .NET Framework besser als Java ist – die Teilnehmer sind mündig genug, diese Meinung selber zu finden –, sondern um Wissenstransfer. Camps führen wir im Rahmen der .NET User Group Leipzig schon seit 2005 durch und haben dabei einige unschätzbare Erfahrung in der Organisation als auch Praktikabilität gewonnen. Das Fazit: Camps mit einer mittel bis sehr großen Teilnehmeranzahl und einer hohen Laufzeit wie 1 Woche sind eher ungeeignet, messbar Wissen zu transferieren, sondern sind für einen breiten Überblick gut. Die nächste Erkenntnis sind Fluktuationen bei den Anmeldungen. Eine Schutzgebühr von 10 bis 50 EUR hilft sie zu reduzieren, dennoch bleiben sie systembedingt vorhanden. Menschen bemessen Kostenlosem eben einen geringeren Wert zu. So melden sich genug erst einmal an, um sich den Platz zu sichern. Kostet ja nichts. Ebenso kann man während der Veranstaltung einfach eher gehen etc.; man hat ja nichts bezahlt.

Die Zeit war reif für den Systemwechsel und nicht nur eine Invariante, um für diese beiden drängendsten Fragestellungen "messbarer Wissenstransfer" (oder: Lust auf Wissen) und weniger Fluktuationen bei der Organisation sinnvolle Antworten geben zu können. Über Twitter bin ich auf Jungprofessor Christian Spannagel gestoßen, dessen Vorlesungsstil und Sichtbarkeit per Twitter etc. mir sehr zugesagt haben. "Elfenbeinturm bezeichnet einen geistigen Ort der Abgeschiedenheit und Unberührtheit von der Welt" heißt es in der Wikipedia in einem Artikel und das steht meiner Meinung nach oft doch für eine Klasse der "Schema-F-Professuren" – ohne dieses Thema breit ausrollen zu wollen. Am Institut für Mathematik und Informatik der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg gibt es ein "Schema F" nicht. Kein Wunder, Christian Spannagel ist an einer Pädagogischen Hochschule tätig. Das war auch der Grund für meine Mitstreiter und mich, Lernen durch Lehren oder kurz LdL einfach zu probieren. Zumal es noch genug andere .NET Bootcamps gegeben hätte, wenn LdL nicht befriedigende Antworten auf die drängenden Fragestellungen von uns gegeben hätte. Das wir im Hinterkopf den Wunsch hatten, uns von anderen Veranstaltungen abzugrenzen und erneut Neues² in Leipzig zu schaffen, war obligatorisch.

Teilnehmer des .NET Bootcamp 2009: .NET 3.5 am 09.01.2009 in Leipzig Zusammengefasst hat die Idee etwas Messbares "mitzunehmen" und davon unabhängig wiederrum das Konzept LdL gut funktioniert. Es war angenehm, nicht ständig in der Rolle "Dozent" auftreten zu müssen und die Inhalte einfach den Teilnehmern durch die Beantwortung ihrer Fragen zu überlassen; praktisch nur durch das Thema zu führen. Noch nie waren die Vorbereitungen eines .NET Camps derart entspannt, weil Teilnehmer die Inhalte vorbereiten und nicht Sprecher oder das Organisations-Team davon. Das dadruch eine detailierte Agenda ebenso entfallen ist, liegt auf der Hand. Interessant waren besonders die von Jean-Pol Martin, der treibenden Kraft hinter LdL, in Interviews mit ihm immer wieder erwähnten Unterschiede. Während der klassische Unterricht gleichschaltet, schafft LdL Unklarheiten – falsche Antworten gibt es nicht. Dabei sind Unklarheiten nicht nur vereinfachend angenommen bei den Teilnehmern entstanden, sondern auch bei Alex, Marcel und mir.

Wo genau? Bei der Formulierung der Fragen für die Teilnehmer und dann der Beantwortung dieser im Vorfeld durch uns selbst. Ein Beispiel für eine Frage war:

  • Was ist unverwalteter / verwalteter Code? Wer oder was führt ihn aus?
    Hinweis: Erklären Sie, wie aus einer Hochsprache die Intermediate Language wird (wer kompiliert, was wann) und wer diese ausführt. Gehen Sie auf Merkmale wie Typsicherheit ein. Versuchen Sie zu klären, warum beim ersten Ausführen einer .NET-Anwendung diese in der Regel "etwas Zeit" benötigt. Klären Sie dann, wo der Cache für liegt, der zukünftige Starts beschleunigt.

Können Sie diese Frage fachlich ganz exakt beantworten ohne ein "es müsste..."? Wenn nein, hier ist die Antwort für die Frage nach dem Cache. Diese Frage bezieht sich nicht auf irgendwelche Besonderheiten, sondern ist ein Teil eines tiefen Grundverständnisses für .NET, das viel zu häufig in Büchern, Webcasts und Veranstaltungen nicht angeschnitten wird. Dieser Effekt erneut in Form einer anderen Frage:

  • Ist das .NET Framework eigentlich nur ein "Wrapper" für das jeweilige Betriebssystem?
    Mit anderen Worten, ist der Common Intermediate Language-Code der Maschinencode oder ruft dieser Code nur letzten Endes Betriebssystem-Funktionen auf? Hinweis: Erklären Sie, was z. B. bei Console.WriteLine("Foo") passiert!

Sie kennen die Antwort? Dann wissen Sie auch, dass für dieses Grundverständnis meist eben nicht z. B. die TechTalks von Microsoft ausreichen. Da wird häufig nur gezeigt, wie einfach es ist, auf der Konsole mit einer einzigen Zeile Code etwas auszugeben. Was zwar im Sinn der eleganten Programmierung mit dieser Plattform prinzipiell schon stimmt, aber das Grundverständnis nicht adressiert. Damit haben Alex, Marcel und ich durch das Ausräumen einige Unklarheiten unsere Kenntnisse verfestigt, obwohl wir uns seit der ersten Betaversionen mit den .NET Frameworks beschäftigen und mit Fug und Recht behaupten können, dass wir uns "gut" auskennen, um nicht das hochnäsig wirkende "exzellent" benutzen zu wollen.

Teilnehmer des .NET Bootcamp 2009: .NET 3.5 am 09.01.2009 in Leipzig Wie LdL funktioniert steht natürlich in der Wikipedia, Lutz Berger bzw. Christian Spannagel³ haben es hier aber gut zusammengefasst. Für uns gilt, dass wir die Fragen zwei, drei Tage eher als jetzt schicken, zwei Tage zuvor war vielen zu knapp; haben aber sich dem widersprechend dennoch erstaunlich gute Ergebnisse hervorgebracht für Teilnehmer, die sich zum Teil noch nie mit dem .NET Framework beschäftigt haben. Und festzuhalten ist außerdem erneut: Falsche Antworten gibt es nicht, nur Unklarheiten! Das haben wir bei den Teilnehmern beachtet, jedoch in einem Fall aber bei uns selbst nicht. Der Effekt war dann, dass ich die Meinung von Alex und Marcel hingenommen habe, dass ein ~Foo() ein Finalizer ist, weil sich die beiden derart sicher waren. Ist es aber nicht, wie es das MSDN zeigt. Sie sind verwirrt? Ein Destruktor ist kein Finalizer bei .NET, sondern ein Konstrukt, der einen Finalizer aufrufen kann, aber dieses bedingt durch die Funktionsweise der Common Language Runtime bzw. Gargabe Collection nicht muss. Wenn Sie das verhindern wollen, um z. B. Ressourcen ordnungsgemäß freizugeben, lesen Sie diesen Artikel.

Sponsoren für Getränke, Kaffee, Imbiss und Pizza! ;-) haben wir für die nächsten .NET Bootcamps schon einige gefunden, Fluktuationen bei den Anmeldungen stabilisiert und arbeiten gerade mit Prof. Fähnrich vom Institut für Betriebliche Informationssysteme des Instituts für Informatik an der Organisation eines .NET Bootcamp für Studenten der Universität Leipzig im April 2009.

Ich glaube, wir haben etwas sehr, sehr gutes vollbracht...
Danke Alex, Danke Marcel und Danke an die Erfinder von LdL!

¹ Einige .NET Bootcamps werden wir ohne LdL durchführen, je nachdem, was didaktisch besser ist.
² nach der Etablierung des .NET Open Space
³ hier geht es zur Blogparade zu LdL

Die .NET User Group Leipzig wird beginnend ab 2009 zu verschiedenen Themen wie NHibernate, BDD, Unit Testing, "Wie setze ich ein Projekt auf", "Welche ALT.NET-Tools gibt es (Resharper, TestDriven.NET, NAnt, ...)" und neuen Themen wie Windows Azure jeweils Bootcamps gestalten. Dabei geht es uns nicht um einen 1,5 h Vortrag, sondern das Ziel, z. B. in drei Stunden in einer Technologie oder einem Konzept sozusagen "gebootet" zu sein und das Wichtigste hier zu kennen. Unser Ziel ist also nicht, Hunderte von Teilnehmern zu erreichen, sondern die in einem bestimmten Themengebiet Interessierten an einem Ort zu einem Zeitpunkt zu versammeln und das Wissen zu transferieren. Konkret sieht das so aus, dass z. B. bei dem Thema Unit Tests existierende Softwareentwicklungsprojekte der Teilnehmer nach dem Treffen gleich mit entsprechenden Unit Tests versehen sind. Eine Umfrage zu möglichen Themen haben wir für Leipzig & Umgebung hier geschaltet. Wichtig noch mal: Die Teilnehmeranzahl ist vollkommen irrelevant, nur die Motivation zählt.

Das erste .NET Bootcamp findet zum Thema ".NET 3.5" statt. Es geht, wie der Name vermuten lässt, um eine allgemeine und sehr grundlegende Einführung in das Microsoft .NET Framework. Kenntnisse in den jeweiligen Programmiersprachen wie C# oder Konzepte wie Objektorientierung werden nicht vermittelt. Unser Anspruch mit dem ersten .NET Bootcamp ist, dass unsere Teilnehmer danach das Microsoft .NET Framework technologisch einordnen können, die Abläufe zum Beispiel beim Kompilieren und Ausführen einer Anwendung verstehen sowie die wichtigsten Werkzeuge wie Reflector & Co. kennen. Das vom dem erfolgreichen .NET Open Space 2008 übernommene "Alle sind gleich" soll helfen, eine Profilierung zu unterbinden – Sprecher von Konferenzen, Autoren von Artikeln, Büchern usw. werden gerne verführt, das zu tun. Mit einer Fokussierung auf die intrinsische Motivation der Initiatoren eines .NET Bootcamps wie "ich will über Testverfahren sprechen und deren Einsatz evangelisieren" unterbinden wir zusätzlich dazu Marketing-bla ga-ga, unverblümt niedergeschrieben. Um es mit der schaurig-schönen Metapher eines Teilnehmers des .NET Open Space 2008 auszudrücken: Der Spam-Faktor ist niedrig. Wir wollen niemand überzeugen, dass .NET besser als Java ist, dass Office besser als Open Office ist, um die Klischees hier aufzugreifen und den dafür geneigten Leser an dieser Stelle im Text sinnvollerweise zu verlieren.

Vortrag auf dem Technical Summit 2008 – Was ist das Problem?Diese Überlegungen sind wichtig, da es um keine Vorträge mit Inhalten wie "Raketensteuerung mit Silverlight" oder ein "SQL Server CLR Integration: Komplette Geschäftslogik von Unternehmen im SQL Server" geht, um es stark übertrieben auszudrücken. Das Anspruchsniveau ist so gesetzt, dass die Teilnehmer etwas konkret fassbares, man könnte das Wort gerne mit messbares substituieren, nach Hause oder aber in das Unternehmen mitnehmen. Bei den Überblicksvorträgen ist das systembedingt in der Regel nicht möglich. Wie geht es anders? Es fängt an Zeit zu haben. Neue Konzepte oder neue Programmiersprachen erlernt keiner, abgesehen von ganz, ganz wenigen Menschen, im Rahmen eines Vortrages. Wiederum "stehlen" diejenigen, die keine Kenntnisse in etwas haben, denjenigen dann die Zeit, die sich schon damit grundlegend auskennen. Das war Grund genug sich etwas Zeit zu nehmen und über sich "verüblichte" Praktiken durch das Überschreiten von Domänen hier intensiv nachzudenken; ähnlich wie wir das schon beim .NET Open Space getan haben.

Nach einiger Recherche stand fest: Wir probieren das Lernen durch Lehren (LdL). Es ist:

... eine handlungsorientierte Unterrichtsmethode, die von Jean-Pol Martin begründet wurde und von Joachim Grzega weiterentwickelt wird. Bei Lernen durch Lehren lernen die Schüler den neuen Stoff, in dem sie ihn lehren, also didaktisch aufbereiten, ihren Mitschülern präsentieren und mit ihnen zusammen erarbeiten.
Quelle: http://www.ku-eichstaett.de/Forschung/forschungsprojekte/ldl/

Mehr zu LdL gibt es hier.

Dieses Prinzip funktioniert sehr gut beim Lernen von Fremdsprachen oder aber z. B. Mathematik, warum nicht auch bei Sprachen, Konzepten, Methoden etc. aus der Informatik? Bei einem .NET Bootcamp wird demzufolge nicht dessen Initiator vorne stehen und reden, sondern die Teilnehmer, wobei natürlich der Gesamtablauf durch den Initiator gesteuert wird. Die Teilnehmer bekommen zu dem was sie vorstellen sollen, Ressourcen; inklusive einer Einführung, die alle genannt bekommen, damit die Basis stimmt.

Was macht das Prinzip so anders?

  • pro .NET Bootcamp sind je maximal 14 Teilnehmer dabei
  • Teilnehmer beschäftigen sich vor einem Termin mit einem (für sie) fokussierten Inhalt
  • die Initiatoren beschäften sich vor einem Termin
    • nicht Folien in der letzten Minute erstellen...
  • es lernt das Team (die Teilnehmer), nicht ein Einzelner
    • im Bericht dazu: Klassischer Unterricht schafft Klarheit (Gleichschaltung), das Lernen durch Lehren schafft wichtige Unklarheiten, die dann diskutiert und ausgeräumt werden
  • nur wer interessiert ist kommt
  • durch die Interaktion vor dem Termin, ist der "Schwund"¹ wahrscheinlich sehr gering
  • eine Basis ist zum Termin bei allen schon vorhanden
  • das Erlernen von dem neuen Konzept etc. ist wahrscheinlich besser, als bei einem Vortrag
  • Fragen sind wahrscheinlich auf einem höheren Niveau als bei einem Vortrag
  • Schlüsselqualifikationen wie "Präsentation" können nebenbei mit trainiert / erlernt werden
    • Z. B. im obigen Bild zu viel Text auf den Folien. Man könnte den Sprecher weg lassen...?
  • ...und, ab und zu muss man was Neues ausprobieren ;-)

Beim ersten .NET Bootcamp werden wir LdL fokussiert probieren und schauen, wie die Erfolge sind.

¹ "üblich" bei einer Konferenz bzw. einem Termin sind 25%

Nougat-Pudding-Kuchen

16. November 2008

Nougat-Pudding-Kuchen

Zutaten

  • 1 Päckchen Schokoladen-Pudding
  • 3 Stück Nougatstangen (3 x 50 g)
  • 1 Würfel Kokosfett (250 g)
  • 1 Wiener Tortenboden

Zubereitung

Schokoladen-Pudding nach Anleitung zubereiten. Sofort die Nougatstangen darin auflösen und umrühren. Währenddessen Kokosfett separat verflüssigen bis dieses kochend heiß ist und es langsam in die Schokoladen-Pudding-Nougatmasse unter ständigem Rühren mit einem Holzlöffel¹ hinzugeben. Masse auf einen Tortenboden geben und im Kühlschrank aushärten lassen. Vor dem Servieren ein paar Minuten aus Kühlschrank nehmen, um unschönes Kristallisieren vom Kokosfett an der Oberfläche der Eiskonfekt ähnlichen Masse zu vermeiden.

¹ kein Rührstab etc. verwenden, sonst wird die Masse nicht steif

.NET Open Space 2008 Am 18.10.08 um 9 Uhr war es soweit – der .NET Open Space 2008 in Leipzig wurde eröffnet. Nach und nach trafen die Teilnehmer am Mediencampus Villa Ida ein. Ich war mindestens seit dem Zeitpunkt auf die Teilnehmeranzahl gespannt, die durch nicht ausgegebene Namensschilder leicht zu ermitteln ist. Bei einer Konferenz, gerade kostenlosen, setzen sich häufig genug einige Teilnehmer gerne auf die Teilnehmerliste und kommen nicht. Der „übliche Satz“ sind ca. 25%. Die tatsächliche Teilnehmerzahl ist gar nicht wichtig, sondern die tatsächliche Teilnehmerzahl im Verhältnis zu der vorher durchgeführten Rückmeldung. Warum? Wer nicht kommt, ist nicht dabei. Der .NET Open Space bemisst sich nicht in Quantitäten, sondern, dass die richtigen Leute da sind. 30 Teilnehmer wären demzufolge ebenso ein gutes Ergebnis wie 350, denn wer kommt, ist motiviert. Schmunzeln musste ich immer übrigens, wenn jemand im Vorfeld zu mir sagte „eine feine Veranstaltung, lad mich nächstes Mal doch als Sprecher ein“, aber zur Frage, wie viele Teilnehmer tatsächlich gekommen sind. Da waren 80. Das sind 11 Prozent, die nicht gekommen sind und bei denen sich wiederum einige z. B. wegen einer Krankschreibung etc. entschuldigt haben. Noch mal: Wichtig sind diese Zahlen für den nächsten .NET Open Space, um die Bestellung des Caterings etc. sicher zu treffen.

Das Bessere ist der Feind des Guten

Dass das Konzept des .NET Open Space anders ist, hat sich meines Erachtens auch beim Catering und dem „Drumherum“ bemerkbar gemacht. Beim Catering haben wir uns auf einen lokalen Koch verlassen, mit dem wir beim .NET Summercamp 2007 gute Erfahrungen gesammelt haben. Ich persönlich fand die Bärentatzen und Leipziger Lerchen unheimlich lecker. Als ich gerade am Kuchenstand war und Ralf um die Ecke dorthin kam, sagte er „das ist so böse, das ist einfach so böse“ – ein schöner Gefühlsausdruck, wie verführerisch alles war – und griff beherzt zu. Gemüsesticks hatten wir auch dabei, definitiv aber zu wenige. Da müssen wir beim .NET Open Space 2009 darauf achten und diese sowie etwas mehr Saures anbieten – ich selbst kenne das leidgeprüft aus den USA; dort ist einfach alles süß. Alles in allem gab es viele Leckereien, wobei die Besonderheit bei dem Wort „viel“ nicht profan-vereinfachend in der Menge, sondern in Vielfalt festzumachen ist. Zu häufig sieht man bei Veranstaltungen nur kleine Häppchen oder aber nur vier was Unterschiedliches am Buffet und beides zusätzlich nur in einen begrenztem Zeitraum. Übrigens, auch an die Vegetarier hatten wir gedacht.

.NET Open Space FigurenWas bei Konferenzen häufig auch vergessen bzw. nicht angeboten wird, ist frisches Obst. Mandarinen, Bananen, Äpfel, Birnen bis hin zu Datteln jeweils vom Biobauern waren bei uns dabei. Und ist es nicht so, dass man schon mit einem einzigen Getränkestand einer Technologie-Konferenz letztendlich alle kennt? Coca Cola, Fanta, Sprite und perlendes Mineralwasser. Klar, zu Technologie gehört Coca Cola wahrscheinlich dazu wie das Amen in die Kirche, dem ungeachtet es geht es vollkommener. Bei uns war u. a. Bionade in den Geschmacksrichtungen Orange-Ingwer, Kräuter, Holunder, fernerhin aber Apfel-, Kirsch-, Orangen-, Multivitaminsaft bis hin zu stillem Mineralwasser im Angebot. Beim .NET Open Space 2009 gesellt sich sicherlich auch mit Chili und Pfeffer abgeschmeckter Tomatensaft dazu, der beim Getränkedienst nicht mehr kurzfristig in 0,2 l Flaschen verfügbar war. Unsere Überlegungen es ein Stückchen weit besser wie bisher "so verüblicht" zu machen, haben sich desgleichen auch beim Kaffee wiedergespiegelt. Normalen Bohnenkaffee gab es, wie auch Cappuccino, Latte Machiatto, Milchkaffee und Tee. Die professionellen Kaffeeautomaten waren wirklich sehr gut besucht. Alleine am Samstag wurden über 250 Portionen trotz kleinerer Anlaufschwierigkeiten mit unseren Automaten gezapft. Das hatte keiner von der Organisation geahnt und wir haben 400 weitere Portionen nachbestellt. Vervollkommnt wurde das „Drumherum“ mit einem Masseur und der Chillout-Zone eingeschlossen einem riesigen Mensch ärgere dich nicht-Spiel, 5 cm großen Spielkegeln¹ und kleinen Kürbissen für den Charme des .NET Open Space.

Anziehende Freiräume sind besser

Open Space auf der PDC 2008Wer an dieser Stelle vereinfachend denkt, dass wir aufzählen wollen, was wir alles erreicht haben, liegt erneut falsch. Das Konzept "Open Space" ist ja nicht von der Organisation erfunden worden und gibt es schon weltweit in den verschiedensten Domänen jahrelang. Aber, aber..., warum gibt es Open Space denn nicht als angeschlossenen Teil bei den klassischen Konferenzen? Ich bin mittlerweile überzeugt es liegt viel daran, wie der Open Space gestaltet wird. Alle die oben genannten Tatsachen dienten einzig dazu, die Tagesgestaltung aller Teilnehmer so flexibel zu halten, wie möglich. Ein Open Space bestehend nur aus Stühlen, abgegrenzt durch ein paar Wände, wie auf der Professional Developers Conference (PDC), finde ich nicht anziehend. Vielleicht ist dass das Geheimnis für den Erfolg des .NET Open Space? Eine Kombination aus dem "die Zeit ist reif dafür", aus "dein Ergebnis ist proportional zu deinem Engagement", aus "keine Agenda" und "wir sind alle gleich"? Abgeschmeckt mit "Leipzig, Stadt der Wende" und "beständige Verbesserung"?

In diesem Sinne, ich habe mich in den .NET Open Space sofort verliebt und freue mich schon auf 2009.
Danke an alle Interessierten, Teilnehmer, Sponsoren und ans Team für das außergewöhnliche Erlebnis!

¹ viele Männer wollten für ihre Frauen oder Kinder extra welche, ja ja... ;)

Nach dem .NET Open Space 2008 es wieder an der Zeit für einen Vortrag an der Universität Leipzig für Studenten und Mitarbeiter. Ich freue mich.

Aus dem Abstract: Marcel Hoyer und Torsten Weber behandeln grundlegende Fragestellungen zu .NET als auch aktuelle Themen frisch von der Professional Developers Conference in Los Angeles wie .NET 4.0, Live Mesh, Office Web bis hin zu Cloud Computing mit Windows Azure. Aus einer praxisnahen Sichtweise werden im Vortrag folgende Fragestellungen behandelt:

  • Was verbirgt sich hinter .NET?
  • Was unterscheidet .NET von anderen Technologien wie Java?
  • Welche Lösungen bietet .NET für Entwickler von Mobile- bzw. Enterprise-Lösungen?
  • Was sind die wichtigsten Punkte, welche beim praktischen Ansatz von .NET beachtet werden sollen?
  • Mit welchen Entwicklungen/Architekturen/Technologien kann in der Zukunft gerechnet werden?

Wann und wo? Universität Leipzig, 05.11.2008, 15:00 - 16:00 Uhr, Seminarraum Klostergasse 3 (2. OG).
Alle Interessierten sind zum Vortrag eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Aus irgendwelchen Gründen lässt sich eine Outlook-Datendatei mittels scanpst.exe nicht reparieren und die folgende Fehlermeldung kommt immer wieder:

Fehler in der Datei ... Schließen Sie Outlook und alle anderen E-Mail-Anwendungen, und führen Sie das Tool zum Reparieren des Posteinganges ("Scanpst.exe") aus, um die Fehler in der Datei zu diagnostizieren und zu reparieren. Weitere Informationen zu diesem Tool erhalten Sie in der Hilfe.

Folgende Schritte sind notwendig, um die Daten wiederherzustellen:

  1. Microsoft Outlook beenden
  2. Sicherung der korrupten PST-Datei (liegt meistens unter %localappdata%\Microsoft\Outlook)
  3. scanpst.exe (%ProgramFiles(x86)%\Microsoft Office\Office12 bzw. C:\Programme (x86)\Microsoft Office\Office12) ausführen und die korrupte PST-Datei wählen, ingesamt drei Mal, beim zweiten und dritten Mal sollten keine Fehler mehr erscheinen
  4. Microsoft Outlook starten, z. B. E-Mail erstellen und senden, wenn obige Fehlermeldung kommt, bei 5. weiter ansonsten Ende
  5. Datei, Neu, Outlook-Datendatei, Persönliche Ordner (.pst) für Office Outlook, OK
  6. Elemente dürften sich aus der korrupten PST-Datei in die neue Outlook-Datendatei nicht kopieren bzw. verschieben lassen daher: Datei, Importieren/Exportieren, In Datei exportieren, Weiter, dann Persönliche Ordner-Datei (.pst), Weiter wählen, den obersten Ordner auswählen und Unterordner einbeziehen aktivieren, dann Weiter, bei Exportierte Datei speichern unter einstellen, wo diese Daten hin exportiert werden sollen und Fertigstellen wählen
  7. die korrupte PST-Datei durch diese Datei austauschen und Microsoft Outlook starten

Achtung, folgende Einstellungen gehen dadurch unter anderem verloren:

  • benutzerdefinierte Ansichten
  • benutzerdefinierte Regeln
  • benutzerdefinierte Suchordner
  • abonnierte Kalender

Was ist das? NOS2008

ohne Worte... :-)

Der .NET Open Space ist anders. Das hat sich herum gesprochen. Zum Beispiel gibt es keine Aufteilung in Sprecher und in Zuhörer. Doch auch beim Sponsoring sind wir neue Wege gegangen. Warum? Ganz einfach: Beim .NET Open Space soll durch die Möglichkeit zur Partizipation zu jeder Zeit von jedem, der Nutzen aller gesteigert werden. Für Unternehmen heißt es, dass wir nicht in Platin-, Gold- oder sonstein Edelmetall-Sponsoring unterscheiden. Jedes Unternehmen sponsert wie es den jeweiligen Wertbeitrag durch das jeweilige Sponsoring bemisst. Was nützt eine größere Standfläche als Platin-Sponsor, wenn keiner an den Stand kommt? Anders gesagt ist es für Unternehmen, die aus Recruitment-Sicht Interesse an einer Konferenz haben, wichtig, dass die Teilnehmer am Stand vorbeischauen und eine gewisse Zeit dort auch in der Nähe bleiben.

Wichtig ist es, dass sich die Teilnehmer am Stand sehr, sehr wohl fühlen. Ist nicht der erste Eindruck der  entscheidendste? Auschlaggebend und eine Herausforderung ist, dass sich das Marketing nahtlos in die BIONADE gibt es beim .NET Open SpaceKonferenz integriert und es die Teilnehmer nicht mehr bewusst wahrnehmen aber wahr nehmen. Das ist meine persönliche Idealvorstellung davon. Sind das Luftschlösser? Nein. Beispiel: Beim .NET Open Space dürfen die Teilnehmer, sie werden dazu ermuntert, gerne die jeweiligen Open Spaces wechseln, wenn immer es ihnen den Sinn kommt. Wie klingen Canapés mit Räucherlachs, Nussschinken oder aber auch die Amarettinis? Wie wäre es mit "Millionärssschnitten" aus Karamell + Schokolade, die schon beim Hinschauen quasi auf der Zunge in 1.000 Aromen zerfließen? Oder wie wäre stattdessen ein frisch zubereiteter Latte macchiato mit einem Hauch Kakao und Zimtzucker? Diese und noch mehr Leckereien gibt es an den Sponsorenständen. Jederzeit. Den ganzen .NET Open Space. Beim Wechseln von einem Open Space zu einem anderen vielleicht mal eine Bionade probieren? Alles das kann umgesetzt werden, wenn man mit potentiellen Sponsoren "Klartext" spricht und ihnen keine "Lieber Sponsor – Bitte melde dich!"-Hochglanz-Broschüre in die Hand drückt.

Einigen Sponsoren konnten wir keinen Mehrwert liefern. Sie sind nicht Sponsor geworden. Mehr ist nicht passiert. Keiner wird enttäuscht. Andere Sponsoren wiederum sponserten Hardware. Warum auch nicht? Hardware kostet Geld und wenn beim .NET Open Space damit in Open Spaces experimentiert werden kann, hat der Sponsor Werbung bei der (potentiellen) Zielgruppe und die Teilnehmer nicht nur Theorie. Ich persönlich freue mich sehr auf das .NET Micro Framework und die Hardware zum ausprobieren. Die Augen von kleinen Kindern leuchten Weihnachten, meine gerade beim Schreiben dieser Zeilen mit einem Gedanken an den Touchscreen der uns gesponserten Hardware für das .NET Micro Framework.

Was ist noch beim .NET Open Space beim Sponsoring anders? Die Teilnehmer können selber sponsern. Fast 1.600 EUR sind zusammengekommen. Auch wir von der Organisation haben anfänglich überlegt, ob dieser Schritt gegangen werden soll. Doch er war richtig. Einerseits arbeiten die Teilnehmer an der Konferenz aktiv mit, es ihre Konferenz, nicht die eines Veranstalters und anderseits wird die Konferenz unabhängiger von Marketing (ohne das geht es nicht und das ist gut so). Ein Teilnehmer kann bei uns mit 0 EUR oder 5 EUR genauso teilnehmen wie mit 100 EUR. Keiner wird fragen. Mich hat etwas ganz besonders überrascht: Nicht ein Teilnehmer, der absagen musste, hat sein Sponsoring zurückgezogen.

In dem Sinne, wir danken unseren Sponsoren und Teilnehmern!

Danke auch an Alex und Stefan, mit denen ich zusammen als Team Sponsoren geworben habe!
Die täglichen Erfolgsmeldungen bei den News vermisse ich schon jetzt. :-)

Boldness, risk‐taking and a little bit of craziness – lateral thinker Torsten Weber
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Programmieren mit dem .NET Compact Framework. Anwendungsentwicklung für mobile Geräte.

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