Heute wollte ich an einem Schalter der Deutschen Bahn ein paar Tickets für München – Unterschleißheim kaufen. Damit fingen die Probleme an. Der Angestellten war nicht bekannt, welche Tarifzonen, Stichwort Verbundtarif, dort gelten. Auf einer Karte von Deutschland stand nur MVV. Das ist soweit verständlich, denn ein Sprichwort sagt, "man muss nicht alles wissen, nur wissen, wo es steht". Und das wusste sie, im Internet. So weit war noch alles gut.
Nach dann aber doch qualvollen 10 Minuten entdeckte sie auf der Karte in einer PDF-Datei dann auch Unterschleißheim. Ja, ich dachte, in zwei Minuten bist du schon auf dem Weg zur Arbeit. Falsch. Als sie die Tickets dann buchen wollte, musste sie die Tarifzone 1 bis 4 oder aber 9 eingeben. Meine Bitte, die eingezeichneten Kreise, farblich unterscheidbar, auf der Karte als Tarifzonen zu verstehen, ignorierte sie. Und so stand ich und wollte schon fast gehen. Ein Rückruf mit Marci bestätigte meine Bitte:
Anzahl der Farben der durchfahrenen Kreise = Anzahl Tarifzonen.
Nach weiteren 10 Minuten, also insgesamt nun 20 Minuten, entschied sie sich, in München anzurufen. Ja! Leider war es aber die verkehrte Rufnummer. Bandansage. Kurz nachdem fand sie auf dem Monitor die richtige Rufnummer. Ja, endlich bin gleich auf dem Weg zur Arbeit! Nö. Es war besetzt. Nein, ahh. Nach fünf Minuten war endlich frei und die Frage nach den Tarifzonen war in 30 Sekunden geklärt. Wie?
Anzahl der Farben der durchfahrenen Kreise = Anzahl Tarifzonen. (siehe oben :)
Ja, es ist gleich geschafft! Nein. Denn jetzt stürzte irgendeine Anwendung der Deutschen Bahn auf ihrem System ab, der TaskManager lässt mit Prozess beenden schön grüßen. Neu eingeloggt, die Anwendung neu hochgefahren, alles im grünen Bereich.
Ja, gleich weg hier! Aber als sie auf OK klickte, kam eine Fehlermeldung und ihre Antwort war:
"Die kann ich gar nicht ausdrucken. Ich habe solche Belege nicht."
Ohr nee. 30 Minuten verschwendet. Na ja, warum dolle aufregen, war vielleicht der Azubi.
Vielleicht liegt meine Ruhe in der Person dann doch daran, dass ich gerade mit Nadine Swibenko, sehr intelligentes Mädel bei UN World Food Programme, einen Artikel über Verlorene Zeit schreibe.
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