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Eine Seasonal Affective Disorder (SAD) oder Deutsch Saisonal Abhängige Depression ist eines seit Jahren von der Wissenschaft untersuchtes Phänomenen. Umfragen haben ergeben, dass in Deutschland bis zu 7 % der Bevölkerung daran leiden. Etwa doppelt so viele wiederrum leiden an einer leichten Form, der Sub-Syndromalen SAD¹. Erstaunlich viele Freunde oder Bekannte werden bei Nachfrage die nachfolgend genannten Symptome bestätigen:

  • im Winter länger schlafen
  • das Verlangen nach Süßigkeiten, Kohlenhydraten ist signifikant höher als im Sommer
  • die Dunkelheit ist generell bedrückend, Tage mit viel Sonne sind sehr angenehm
  • je nach Ausprägung der SAD fallen normale Tätigkeiten im Winter schwerer
  • es kann zu Elend, Schuld, Angst kommen
  • Gelenkschmerzen, Magenprobleme können auftreten, die Anfälligkeit für Infektionen ist höher
  • zusätzliche Pausen, u. a. für Power nap, helfen sehr
  • Konzentrationsstörungen und mangelnde Produktivität treten auf
  • "im Sommer könnte man Bäume ausreißen, im Winter nicht"
  • die Symptome sind ca. September bis April jeden Jahres feststellbar

Am Anfang steht das Licht

Die Ursache für SAD lässt sich relativ einfach festmachen: Dem stark verringerten Anteil von hellem Licht im Winter. Nicht irgendeines Lichtes, sondern dem der Sonne. Licht trifft auf den Augenhintergrund und wird dem Gehirn in Form von Nervenimpulsen zugeführt. Die Intensität dieser Impulse hat wiederum eine Auswirkung auf die Produktion von Hormonen, insbesondere Melatonin, welches uns müde werden und schlafen lässt. Je dunkler es ist, desto mehr Melatonin wird produziert. Doch auch weitere Prozesse werden dadurch beeinflusst. Unter anderem die Produktion von Serotonin, einem Neurotransmitter, der wie schon das Wort vermuten lässt, für die Übertragung von Signalen zwischen den Synapsen zuständig ist. Wie vergleichbar in der Informations- und Kommunikationstechnologie bei DSL zu 56 K kommt es so zu einer "geringeren Bandbreite" – Ursache, u. a. für schwerer fallende Tätigkeiten und Depressionen.

Das sich diese Symptome sehr gut und ohne jegliche Nebenwirkungen einfach mit Licht behandeln lassen können, liegt auf der Hand. Aber tatsächlich haben wissenschaftliche Untersuchungen und die Forschung in der Chronobiologie auch einen solchen Zusammenhang bewiesen. Besonders interessant ist sogar, dass die Lichtintensität mit der Zeitdauer ihrer Einwirkung in einer Verbindung steht (also korreliert ist). Je höher die Lichtintensität, umso schneller sind Auswirkungen auf den Organismus feststellbar. Anders gesagt, 10.000 Lux während einer halben Stunde sind gleichwertig mit 2.500 Lux für zwei Stunden.

Doch was sind 10.000 Lux? Ist das viel, mittel, wenig? Bei einem wolkenlosen Tag im Sommer kann in unseren Breiten bis zu 100.000 Lux gemessen werden. Ein trüber Sommertag hat dagegen schon nur noch 20.000 Lux. Dabei müsste nur noch besser in Anführungszeichen stehen. Denn verglichen mit einem sonnigen Tag im Winter mit wenigen 1.000 Lux oder gar einer Glühlampe mit winzigen 40 Lux befinden wir uns im Winter wirklich im wahrsten Sinne des Wortes in der dunklen Jahreszeit. Hier könnte dieser Blogeintrag auch mit "bei SAD fahren Sie am besten diese Zeit über in die Karibik" enden, doch es gibt auch eine billigere Lösung und nicht für alle ist die Karibik ja auch das Traum-Urlaubsziel. Das Stichwort für die Lösung bzw. Milderung von SAD heißt "Lichttherapiegerät", wobei die sehr guten davon spielend Werte um die 10.000 Lux oder höher erreichen.

Neben der extrem höheren Lichtausbeute haben Lichttherapiegeräte auch ein Tageslichtspektrum. Gegen diese Geräte wirkt eine Glühlampe nicht übertrieben nur noch geradezu wie eine Funzel, sondern auch noch wie eine Effektlampe, die alles in gelb hält. Ein Lichttherapiegerät wird Anwendern bzw. Besuchern vorkommen wie gleisendes Licht, das aber nicht mit unangenehm zu verwechseln ist. Die, die darin ein paar Minuten verbringen, werden sich dann in Räumen mit Glüh- oder Energiesparlampen vorkommen wie im Dunklen mit einer schwachen Taschenlampe. Ein dann doch sehr eigenartiger Effekt und Beweis der Leistungsfähigkeit dieses Ansatzes.

Vergleich Anzahl Lux

Lichttherapiegerät Lumie Pharos Doch nicht alle Lichttherapiegeräte eignen sich auch für den Büroalltag, nicht alle davon arten gleich in eine Art Monstrum von medizinischem Gerät aus, bei dem Besucher vielleicht fragen werden, wozu das gut ist. Das Lichttherapiegeräte Pharos von Lumie z. B. sollte meiner Meinung nach entweder auf dem Frühstückstisch oder in der Nähe beim Buch lesen platziert werden. Auf einem Schreibtisch oder gar im Büro wirkt das Gerät dagegen fehlplatziert. An dieser Stelle kommt nun die Lumie Desk Lamp ins Spiel. Das Gerät wurde als Schreibtischlampe entworfen Lichttherapiegerät Lumie Desk Lampund unterscheidet sich gegenüber den herkömmlichen Lampen durch leicht größere Abmaße, die aber nicht ins Gewicht fallen.

Das clevere an der Lumie Desk Lamp ist der eingebaute Dimmer, mit dem die Lichtintensität individuell geregelt werden kann. Die Lumie Desk Lamp erreicht in einem Abstand von 19 cm ganze 10.000 Lux, im eher wahrscheinlichen Abstand im Büro von 50 cm immer noch 2.500 Lux. Da wichtig ist, wann die Lichttherapiegeräte zur Behandlung der Symptome eingesetzt werden, kann so die Lampe einerseits zu einer Therapie als auch andererseits als eine ganz normale Lampe im Büro verwendet werden. Keine Sorge, dieses Gerät erhöht nicht die Stromrechnung, da es nur 45 W bei maximaler Lichtintensität verbraucht. Der Clou an solchen Geräten liegt im Leuchtkörper ("der Glühbirne") und ist auch mit ein Grund, warum diese teurer als "normale" Lampen sind. So kostet z. B. die Lumie Desk Lamp alleine schon 298 EUR², hat aber eine garantierte Leuchtdauer von 500 Stunden (entspricht ca. 3 Jahren).

Früh ist's am besten

Grundsätzlich gelten ein paar Prinzipien beim Einsatz von Lichttherapiegeräten:

  • ab ca. Oktober sollten die Geräte auch verwendet werden, nicht nur dastehen
  • alle Geräte sollten möglichst früh nach dem Aufstehen verwendet werden
    • z. B. 30 Minuten bei 10.000 Lux oder
    • mehrere Stunden mit Geräten wie der Lumie Desk Lamp
  • der Einsatz von Lichttherapiegeräten verschiebt nach wenigen Tagen den Biorhythmus
    • Einsatz morgens: man wird früher müde und erwacht früher
    • Einsatz mittags: hat wenig Auswirkungen
    • Einsatz abends: man wird später müde und erwacht später
  • Lichttherapiegeräte können zur Anpassung des circadianen Rhythmus am Zielort eingesetzt werden und sind so sehr interessant für alle, die viel reisen und einem Jet-Lag unterliegen, siehe hier auch Jet-Lag Calculator bzw. diesen Jet-Lag Calculator
  • Lichttherapiegeräte haben keine Nebenwirkungen
  • eine geringere Lux-Anzahl kann durch eine längere Dauer ausgeglichen werden
  • Lichttherapiegeräte haben ein viel größeres Einsatzgebiet, als man denkt : Abmagern, Alzheimer, Depressionen, Konzentrationsmangel, Multiple Sklerose, Parkinson, Prämenstruelles Syndrom, Schicht-/Nachtarbeit, aber auch die Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, Schläfrigkeit, Schwierigkeiten beim Erwachen, Verspätete Schlafphase, Vorverlegte Schlafphase (im Alter) und den Winterblues

Ein gepflegtes Nickerchen am Arbeitsplatz wird in Deutschland bei wohl vielen Unternehmen nicht gerne gesehen. Anders in den asiatischen Ländern, dort sind sie direkt am Arbeitsplatz keine Seltenheit. In den USA, Kanada und England richten immer mehr Unternehmen dort sogenannte Relax Centres oder Silent Rooms für ihre Mitarbeiter ein. Doch dieser Blogeintrag bezieht sich nicht auf diesen Aspekt der aktiven Förderungen von Produktivität durch Power naps, wo Deutschland den Status eines Entwicklungslandes hat, sondern auf Lichttherapiegeräte. Sie können nicht nur im privaten Bereich bzw. Vielreisenden helfen, sondern können als ein aktiver Teil der Anreizprogramme (Incentives) für Mitarbeiter auf die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie (intrinsische) Motivation einwirken und Krankenstände verringern.

Manager auf originärer Führungsebene bis hin zu den Projektleitern, sollten neben mehr Zeit für die Mitarbeiter, darüber nachdenken.

Liebe Leser: Bitte beachten Sie, dass dieser Blogeintrag keinerlei medizinische Beratung darstellt und keinerlei Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit erhebt. Kontaktieren Sie im Zweifelsfall bitte einen Arzt.

¹ auch Winterblues genannt
² Stand 06.12.2007, Hilite Licht & Wellness Lumie Vertrieb, Quelle Abbildungen: Hilite

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Boldness, risk‐taking and a little bit of craziness – lateral thinker Torsten Weber
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