Der .NET Open Space ist anders. Das hat sich herum gesprochen. Zum Beispiel gibt es keine Aufteilung in Sprecher und in Zuhörer. Doch auch beim Sponsoring sind wir neue Wege gegangen. Warum? Ganz einfach: Beim .NET Open Space soll durch die Möglichkeit zur Partizipation zu jeder Zeit von jedem, der Nutzen aller gesteigert werden. Für Unternehmen heißt es, dass wir nicht in Platin-, Gold- oder sonstein Edelmetall-Sponsoring unterscheiden. Jedes Unternehmen sponsert wie es den jeweiligen Wertbeitrag durch das jeweilige Sponsoring bemisst. Was nützt eine größere Standfläche als Platin-Sponsor, wenn keiner an den Stand kommt? Anders gesagt ist es für Unternehmen, die aus Recruitment-Sicht Interesse an einer Konferenz haben, wichtig, dass die Teilnehmer am Stand vorbeischauen und eine gewisse Zeit dort auch in der Nähe bleiben.
Wichtig ist es, dass sich die Teilnehmer am Stand sehr, sehr wohl fühlen. Ist nicht der erste Eindruck der entscheidendste? Auschlaggebend und eine Herausforderung ist, dass sich das Marketing nahtlos in die Konferenz integriert und es die Teilnehmer nicht mehr bewusst wahrnehmen aber wahr nehmen. Das ist meine persönliche Idealvorstellung davon. Sind das Luftschlösser? Nein. Beispiel: Beim .NET Open Space dürfen die Teilnehmer, sie werden dazu ermuntert, gerne die jeweiligen Open Spaces wechseln, wenn immer es ihnen den Sinn kommt. Wie klingen Canapés mit Räucherlachs, Nussschinken oder aber auch die Amarettinis? Wie wäre es mit "Millionärssschnitten" aus Karamell + Schokolade, die schon beim Hinschauen quasi auf der Zunge in 1.000 Aromen zerfließen? Oder wie wäre stattdessen ein frisch zubereiteter Latte macchiato mit einem Hauch Kakao und Zimtzucker? Diese und noch mehr Leckereien gibt es an den Sponsorenständen. Jederzeit. Den ganzen .NET Open Space. Beim Wechseln von einem Open Space zu einem anderen vielleicht mal eine Bionade probieren? Alles das kann umgesetzt werden, wenn man mit potentiellen Sponsoren "Klartext" spricht und ihnen keine "Lieber Sponsor – Bitte melde dich!"-Hochglanz-Broschüre in die Hand drückt.
Einigen Sponsoren konnten wir keinen Mehrwert liefern. Sie sind nicht Sponsor geworden. Mehr ist nicht passiert. Keiner wird enttäuscht. Andere Sponsoren wiederum sponserten Hardware. Warum auch nicht? Hardware kostet Geld und wenn beim .NET Open Space damit in Open Spaces experimentiert werden kann, hat der Sponsor Werbung bei der (potentiellen) Zielgruppe und die Teilnehmer nicht nur Theorie. Ich persönlich freue mich sehr auf das .NET Micro Framework und die Hardware zum ausprobieren. Die Augen von kleinen Kindern leuchten Weihnachten, meine gerade beim Schreiben dieser Zeilen mit einem Gedanken an den Touchscreen der uns gesponserten Hardware für das .NET Micro Framework.
Was ist noch beim .NET Open Space beim Sponsoring anders? Die Teilnehmer können selber sponsern. Fast 1.600 EUR sind zusammengekommen. Auch wir von der Organisation haben anfänglich überlegt, ob dieser Schritt gegangen werden soll. Doch er war richtig. Einerseits arbeiten die Teilnehmer an der Konferenz aktiv mit, es ihre Konferenz, nicht die eines Veranstalters und anderseits wird die Konferenz unabhängiger von Marketing (ohne das geht es nicht und das ist gut so). Ein Teilnehmer kann bei uns mit 0 EUR oder 5 EUR genauso teilnehmen wie mit 100 EUR. Keiner wird fragen. Mich hat etwas ganz besonders überrascht: Nicht ein Teilnehmer, der absagen musste, hat sein Sponsoring zurückgezogen.
In dem Sinne, wir danken unseren Sponsoren und Teilnehmern!
Danke auch an Alex und Stefan, mit denen ich zusammen als Team Sponsoren geworben habe! Die täglichen Erfolgsmeldungen bei den News vermisse ich schon jetzt.
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