Feed Icon
.NET User Group Leipzig
Page 1 of 2 in the NETOS2008 category Next Page

.NET Open Space 2008 Am 18.10.08 um 9 Uhr war es soweit – der .NET Open Space 2008 in Leipzig wurde eröffnet. Nach und nach trafen die Teilnehmer am Mediencampus Villa Ida ein. Ich war mindestens seit dem Zeitpunkt auf die Teilnehmeranzahl gespannt, die durch nicht ausgegebene Namensschilder leicht zu ermitteln ist. Bei einer Konferenz, gerade kostenlosen, setzen sich häufig genug einige Teilnehmer gerne auf die Teilnehmerliste und kommen nicht. Der „übliche Satz“ sind ca. 25%. Die tatsächliche Teilnehmerzahl ist gar nicht wichtig, sondern die tatsächliche Teilnehmerzahl im Verhältnis zu der vorher durchgeführten Rückmeldung. Warum? Wer nicht kommt, ist nicht dabei. Der .NET Open Space bemisst sich nicht in Quantitäten, sondern, dass die richtigen Leute da sind. 30 Teilnehmer wären demzufolge ebenso ein gutes Ergebnis wie 350, denn wer kommt, ist motiviert. Schmunzeln musste ich immer übrigens, wenn jemand im Vorfeld zu mir sagte „eine feine Veranstaltung, lad mich nächstes Mal doch als Sprecher ein“, aber zur Frage, wie viele Teilnehmer tatsächlich gekommen sind. Da waren 80. Das sind 11 Prozent, die nicht gekommen sind und bei denen sich wiederum einige z. B. wegen einer Krankschreibung etc. entschuldigt haben. Noch mal: Wichtig sind diese Zahlen für den nächsten .NET Open Space, um die Bestellung des Caterings etc. sicher zu treffen.

Das Bessere ist der Feind des Guten

Dass das Konzept des .NET Open Space anders ist, hat sich meines Erachtens auch beim Catering und dem „Drumherum“ bemerkbar gemacht. Beim Catering haben wir uns auf einen lokalen Koch verlassen, mit dem wir beim .NET Summercamp 2007 gute Erfahrungen gesammelt haben. Ich persönlich fand die Bärentatzen und Leipziger Lerchen unheimlich lecker. Als ich gerade am Kuchenstand war und Ralf um die Ecke dorthin kam, sagte er „das ist so böse, das ist einfach so böse“ – ein schöner Gefühlsausdruck, wie verführerisch alles war – und griff beherzt zu. Gemüsesticks hatten wir auch dabei, definitiv aber zu wenige. Da müssen wir beim .NET Open Space 2009 darauf achten und diese sowie etwas mehr Saures anbieten – ich selbst kenne das leidgeprüft aus den USA; dort ist einfach alles süß. Alles in allem gab es viele Leckereien, wobei die Besonderheit bei dem Wort „viel“ nicht profan-vereinfachend in der Menge, sondern in Vielfalt festzumachen ist. Zu häufig sieht man bei Veranstaltungen nur kleine Häppchen oder aber nur vier was Unterschiedliches am Buffet und beides zusätzlich nur in einen begrenztem Zeitraum. Übrigens, auch an die Vegetarier hatten wir gedacht.

.NET Open Space FigurenWas bei Konferenzen häufig auch vergessen bzw. nicht angeboten wird, ist frisches Obst. Mandarinen, Bananen, Äpfel, Birnen bis hin zu Datteln jeweils vom Biobauern waren bei uns dabei. Und ist es nicht so, dass man schon mit einem einzigen Getränkestand einer Technologie-Konferenz letztendlich alle kennt? Coca Cola, Fanta, Sprite und perlendes Mineralwasser. Klar, zu Technologie gehört Coca Cola wahrscheinlich dazu wie das Amen in die Kirche, dem ungeachtet es geht es vollkommener. Bei uns war u. a. Bionade in den Geschmacksrichtungen Orange-Ingwer, Kräuter, Holunder, fernerhin aber Apfel-, Kirsch-, Orangen-, Multivitaminsaft bis hin zu stillem Mineralwasser im Angebot. Beim .NET Open Space 2009 gesellt sich sicherlich auch mit Chili und Pfeffer abgeschmeckter Tomatensaft dazu, der beim Getränkedienst nicht mehr kurzfristig in 0,2 l Flaschen verfügbar war. Unsere Überlegungen es ein Stückchen weit besser wie bisher "so verüblicht" zu machen, haben sich desgleichen auch beim Kaffee wiedergespiegelt. Normalen Bohnenkaffee gab es, wie auch Cappuccino, Latte Machiatto, Milchkaffee und Tee. Die professionellen Kaffeeautomaten waren wirklich sehr gut besucht. Alleine am Samstag wurden über 250 Portionen trotz kleinerer Anlaufschwierigkeiten mit unseren Automaten gezapft. Das hatte keiner von der Organisation geahnt und wir haben 400 weitere Portionen nachbestellt. Vervollkommnt wurde das „Drumherum“ mit einem Masseur und der Chillout-Zone eingeschlossen einem riesigen Mensch ärgere dich nicht-Spiel, 5 cm großen Spielkegeln¹ und kleinen Kürbissen für den Charme des .NET Open Space.

Anziehende Freiräume sind besser

Open Space auf der PDC 2008Wer an dieser Stelle vereinfachend denkt, dass wir aufzählen wollen, was wir alles erreicht haben, liegt erneut falsch. Das Konzept "Open Space" ist ja nicht von der Organisation erfunden worden und gibt es schon weltweit in den verschiedensten Domänen jahrelang. Aber, aber..., warum gibt es Open Space denn nicht als angeschlossenen Teil bei den klassischen Konferenzen? Ich bin mittlerweile überzeugt es liegt viel daran, wie der Open Space gestaltet wird. Alle die oben genannten Tatsachen dienten einzig dazu, die Tagesgestaltung aller Teilnehmer so flexibel zu halten, wie möglich. Ein Open Space bestehend nur aus Stühlen, abgegrenzt durch ein paar Wände, wie auf der Professional Developers Conference (PDC), finde ich nicht anziehend. Vielleicht ist dass das Geheimnis für den Erfolg des .NET Open Space? Eine Kombination aus dem "die Zeit ist reif dafür", aus "dein Ergebnis ist proportional zu deinem Engagement", aus "keine Agenda" und "wir sind alle gleich"? Abgeschmeckt mit "Leipzig, Stadt der Wende" und "beständige Verbesserung"?

In diesem Sinne, ich habe mich in den .NET Open Space sofort verliebt und freue mich schon auf 2009.
Danke an alle Interessierten, Teilnehmer, Sponsoren und ans Team für das außergewöhnliche Erlebnis!

¹ viele Männer wollten für ihre Frauen oder Kinder extra welche, ja ja... ;)

Was ist das? NOS2008

ohne Worte... :-)

Der .NET Open Space ist anders. Das hat sich herum gesprochen. Zum Beispiel gibt es keine Aufteilung in Sprecher und in Zuhörer. Doch auch beim Sponsoring sind wir neue Wege gegangen. Warum? Ganz einfach: Beim .NET Open Space soll durch die Möglichkeit zur Partizipation zu jeder Zeit von jedem, der Nutzen aller gesteigert werden. Für Unternehmen heißt es, dass wir nicht in Platin-, Gold- oder sonstein Edelmetall-Sponsoring unterscheiden. Jedes Unternehmen sponsert wie es den jeweiligen Wertbeitrag durch das jeweilige Sponsoring bemisst. Was nützt eine größere Standfläche als Platin-Sponsor, wenn keiner an den Stand kommt? Anders gesagt ist es für Unternehmen, die aus Recruitment-Sicht Interesse an einer Konferenz haben, wichtig, dass die Teilnehmer am Stand vorbeischauen und eine gewisse Zeit dort auch in der Nähe bleiben.

Wichtig ist es, dass sich die Teilnehmer am Stand sehr, sehr wohl fühlen. Ist nicht der erste Eindruck der  entscheidendste? Auschlaggebend und eine Herausforderung ist, dass sich das Marketing nahtlos in die BIONADE gibt es beim .NET Open SpaceKonferenz integriert und es die Teilnehmer nicht mehr bewusst wahrnehmen aber wahr nehmen. Das ist meine persönliche Idealvorstellung davon. Sind das Luftschlösser? Nein. Beispiel: Beim .NET Open Space dürfen die Teilnehmer, sie werden dazu ermuntert, gerne die jeweiligen Open Spaces wechseln, wenn immer es ihnen den Sinn kommt. Wie klingen Canapés mit Räucherlachs, Nussschinken oder aber auch die Amarettinis? Wie wäre es mit "Millionärssschnitten" aus Karamell + Schokolade, die schon beim Hinschauen quasi auf der Zunge in 1.000 Aromen zerfließen? Oder wie wäre stattdessen ein frisch zubereiteter Latte macchiato mit einem Hauch Kakao und Zimtzucker? Diese und noch mehr Leckereien gibt es an den Sponsorenständen. Jederzeit. Den ganzen .NET Open Space. Beim Wechseln von einem Open Space zu einem anderen vielleicht mal eine Bionade probieren? Alles das kann umgesetzt werden, wenn man mit potentiellen Sponsoren "Klartext" spricht und ihnen keine "Lieber Sponsor – Bitte melde dich!"-Hochglanz-Broschüre in die Hand drückt.

Einigen Sponsoren konnten wir keinen Mehrwert liefern. Sie sind nicht Sponsor geworden. Mehr ist nicht passiert. Keiner wird enttäuscht. Andere Sponsoren wiederum sponserten Hardware. Warum auch nicht? Hardware kostet Geld und wenn beim .NET Open Space damit in Open Spaces experimentiert werden kann, hat der Sponsor Werbung bei der (potentiellen) Zielgruppe und die Teilnehmer nicht nur Theorie. Ich persönlich freue mich sehr auf das .NET Micro Framework und die Hardware zum ausprobieren. Die Augen von kleinen Kindern leuchten Weihnachten, meine gerade beim Schreiben dieser Zeilen mit einem Gedanken an den Touchscreen der uns gesponserten Hardware für das .NET Micro Framework.

Was ist noch beim .NET Open Space beim Sponsoring anders? Die Teilnehmer können selber sponsern. Fast 1.600 EUR sind zusammengekommen. Auch wir von der Organisation haben anfänglich überlegt, ob dieser Schritt gegangen werden soll. Doch er war richtig. Einerseits arbeiten die Teilnehmer an der Konferenz aktiv mit, es ihre Konferenz, nicht die eines Veranstalters und anderseits wird die Konferenz unabhängiger von Marketing (ohne das geht es nicht und das ist gut so). Ein Teilnehmer kann bei uns mit 0 EUR oder 5 EUR genauso teilnehmen wie mit 100 EUR. Keiner wird fragen. Mich hat etwas ganz besonders überrascht: Nicht ein Teilnehmer, der absagen musste, hat sein Sponsoring zurückgezogen.

In dem Sinne, wir danken unseren Sponsoren und Teilnehmern!

Danke auch an Alex und Stefan, mit denen ich zusammen als Team Sponsoren geworben habe!
Die täglichen Erfolgsmeldungen bei den News vermisse ich schon jetzt. :-)

Beim .NET Open Space gibt es schöne Namensschilder inklusive einem Schlüsselbund. Einfach nur etwas "Panzertape" wie auf manchen BarCamps ist uns nicht ganz geheuer. Oft genug bleiben Rückstände, die an den Sachen für Ewigkeiten verbleiben und auch nicht mit Mittelchen von Dr. Beckmann & Co. entfernt werden können. Das muss nicht sein. Was mich persönlich an Namensschildern stört, ist, dass diese fast immer¹ nur einseitig bedruckt sind. Entsprechend Murphys Gesetz, übrigens ein Nihilartikel, drehen sich diese so, dass man nichts sinnvolles darauf lesen kann. Sponsoren-Logos und sonst was in tausend schillernden Farben sind darauf, aber die für einen Konferenzteilnehmer wichtigsten Informationen nicht. Die Namen sind dann zusätzlich so klein geschrieben, dass sich der eine oder andere nicht mal traut zu illern, mit wem er gerade spricht, weil man einen Namen a) nicht vom Weitem und b) auch nicht ohne zu blinzeln erkennt. Die Schriftgröße 7 bei einem grün auf roten Text lässt oft genug grüßen.

Wir haben überlegt, wie man es richtig macht:

  • Corporate Identity beachten, aber sehr einfach halten
  • Sponsoren-Logos gehören nicht auf ein Namensschild; am Schlüsselband sind sie o. k.
  • der Name des Teilnehmers ist sehr groß zu schreiben
    • beim .NET Open Space sind alle automatisch per du, daher sind die Nachnamen bewusst klein geschrieben
  • die E-Mail-Adresse des Teilnehmers muss darauf
  • das XING-Profil (in Deutschland wird Facebook & Co. bei weitem nicht so stark für's Geschäftliche genutzt)
  • die wichtigsten Ansprechpartner (mehrere) sind mit Namen und Telefonnummer darauf
  • der WLAN-Zugang muss darauf, wenn das WLAN nicht offen ist
  • optional
    • XING-Adresse etc. als QR-Code codieren
    • den Teilnehmern gleich einen Handbestand dieser Namensschilder geben, zum Austausch von Kontaktdaten
    • den Teilnehmern auf Wunsch weitere Namensschilder drucken

Hier ist es, das Namensschild des .NET Open Space. Ist es nicht schön?

Namensschilder .NET Open Space 2008

¹ ich kann mich nicht erinnern, es irgendwann anders erlebt zu haben...

.NET Open Space 2008, Anzeigen

15. September 2008

Der Medienpartner Software & Support Verlag GmbH (dot.net magazin) hat für den .NET Open Space eine Anzeige gesponsert. Ich finde sie sind gut gelungen und auf das Wesentliche reduziert worden. Marcel hat maßgeblich die Ideen von Alexander und mir in die Anzeigen umgesetzt – Danke sehr!

Was sind die tragenden Elemente?

Die Grenze für die Teilnehmer müssen wir sicherlich erneut erhöhen, weil schon ohne die Werbung fast alle Plätze vergeben worden sind.

Anzeige zum .NET Open Space 2008 beim Software & Support Verlag
Abb. 1: Anzeige zum .NET Open Space 2008 beim Software & Support Verlag

¹ Graswurzel-Bewegung ist meiner Meinung nach nicht treffend als Übersetzung bei der Wikipedia

Page 1 of 2 in the NETOS2008 category Next Page

CEO bei GROSSWEBER, Entrepreneur, Entwickler, Finanzinvestor. Promoter von Community, Open Source und
Open Spaces.

Ich biete Consulting und Schulungen / Trainings, u. a. zu mobilen Geräten, Lync.
GROSSWEBER

Bei GROSSWEBER wird praktiziert, was gepredigt wird. Dort werden Schulungen für moderne Softwaretechnologien angeboten, wie Behavior Driven Development, Clean Code, Git oder HTML5. Their staff is fluent in a variety of languages, including English.

Categories

Calendar

<July 2014>
SunMonTueWedThuFriSat
293012345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829303112
3456789

Archive

My subscribed blogs

Blogs of good friends