Vor ein paar Tagen war ich beim Bundesamt für Kartografie und Geodäsie in Frankfurt/Main. Nein, nicht zu Besuch, sondern zur Beratung zu mobilen Geräten. In der entsprechenden Fachliteratur wird der berühmte erste Eindruck sehr unterschiedlich thematisiert. Je nach Autor wird ihm unterschiedlich viel an Bedeutung zugemessen. Der erste Eindruck zum ersten Eindruck ist vielleicht, dass man sich hier einfach selber eine Meinung dazu bilden muss? Ich jedenfalls hatte den Eindruck, dass das Gebäude von außen eher ein wenig "beamtisch" wirkt, aber es ist eben der erste Eindruck, nicht mehr.
Das Bundesamt, dem Bundesinnenministerium unterstellt, beherbergt wirklich sehr nette Mitarbeiter und man befindet sich von Anfang an in angenehmer Atmosphäre, was anfängt bei der Begrüßung durch Mitarbeiter (die gerade von irgendwo herkommen), wenn man mit dem Taxi vorfährt. Das zieht sich so dann durch alle Abteilungen und Etagen.
Interessant ist, dass beim BKG nicht nur mit den "klassischen Karten", die jeder kennt, gearbeitet wird, sondern mit Hochtechnologie. Das BKG liefert Daten und Lösungen für Nachrichtendienste, über Polizei bis hin zur Bundeswehr. Weil die Erde eiert, ähnlich einem Kreisel, der um die Achse eiert, wird ständig gemessen. Genauigkeit ist eben der Schlüssel zum Erfolg. Klar, klingt plausibel. Dadurch finden eben die Navigationssysteme im Auto dorthin wo sie sollen und nicht Meter oder Kilometer davon entfernt. Das dazu Laserstrahlen an Satelliten bzw. auf dem Mond auf dort platzierte Spiegel gelenkt werden, klingt dann aber schon ein wenig nach der Strategic Defense Initiative oder?
Das erstaunlichste war aber die Villa der Firma Mumm, die vom BKG genutzt wird, wobei die Villa 1948 eigentlich Dienstsitz des Bundespräsidenten werden sollte und in der wiederum Teile vom Film Der Schattenmann gedreht wurden. Alles in allem, sehr beeindruckend und das eben nicht nur, weil auch mobile Geräte für die genannten Daten & Lösungen zum Einsatz kommen, sondern ich z. B. auch durch die Villa geschritten bin.
