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.NET User Group Leipzig

Die Teilnehmerzahl des .NET Open Space 2008 wächst kontinuierlich. Mittlerweile sind über 70 Prozent der 70 Plätze – schönes Wortspiel – vergeben. Was hat sich davon unabhängig noch gegenüber dem letzten Blogeintrag getan? Zum Beispiel gibt es den .NET Open Space 2008 jetzt auch bei Twitter und der erste Newsletter wurde heute versendet. Ich selber habe mich ebenfalls angemeldet und probiere, ob ich es länger als eine Woche bei Twitter aushalte... ;)

.NET Open Space vom 18.10. bis 19.10.2008 in Leipzig

Vor einigen Tagen habe ich eine Anfrage erhalten, die sich auf Erinnerungen bei Microsoft Outlook und die Anpassung davon bezieht. Bei ganztätigen Terminen setzt Outlook 18 Stunden als Erinnerung, wenn die Option Standarderinnerung per Optionen, Reiter Einstellungen aktiviert ist (Abb. 1). Dabei ist egal, ob 15 Minuten oder ein anderer Wert bei Standarderinnerung eingestellt ist, ganz genauso wie egal ist, wie der Beginn bei Arbeitstagen definiert wird (Abb. 2) – Outlook stellt bei den ganztätigen Terminen immer pauschal 18 Stunden bei der Erinnerung ein (Abb. 3, 4). Das Resümee: Da wurde nicht mitgedacht!

Optionen, Standarderinnerung bei Terminen
Abb. 1.: Optionen, Standarderinnerung bei Terminen

Definition der Arbeitswoche / Beginn & Ende eines Arbeitstages
Abb. 2: Definition der Arbeitswoche / Beginn & Ende eines Arbeitstages

Standarderinnerung, die bei einem Termin automatisch eingestellt wird
Abb. 3: Standarderinnerung, die bei einem Termin automatisch eingestellt wird

Standarderinnerung, die bei einem ganztägigen Ereignis automatisch eingestellt wird
Abb. 4.: Standarderinnerung, die bei einem ganztägigen Ereignis automatisch eingestellt wird

Wie lässt sich diese Problemstellung lösen? Indem bei dem Anlegen ganztätiger Termine die Einstellung von 18 Stunden manuell geändert wird. Klar, aber ist das gute User Experience? Also VBA to the rescue! Folgender VBA-Anwendungscode muss in ThisOutlookSession kopiert und gespeichert werden.

Damit Makros unter Outlook funktionieren, muss die Sicherheit etwas weniger restriktiv gesetzt sein. Das findet sich unter Extras, Makro, Sicherheit, Makrosicherheit. Dort ist der Wert Warnungen für alle Makros bzw. Keine Sicherheitsprüfung für Makros einzustellen (vgl. Abb. 5).

Outlook 2007 – Alle Regeln per Makro ausführen, Makrosicherheit festlegen
Abb. 5: Outlook 2007 – Alle Regeln per Makro ausführen, Makrosicherheit festlegen

Wenn nicht, erscheint bei der Ausführung von unsignierten Makros eine Fehlermeldung (Abb. 6).

Outlook 2007 – Fehlermeldung, wenn Makros deaktiviert sind
Abb. 6: Outlook 2007 – Fehlermeldung, wenn Makros deaktiviert sind

Wenn der Wert Warnungen für alle Makros gewählt wird, erscheint dann eine Warnung beim Starten von Outlook (Abb. 7). Demzufolge ist der Wert Keine Sicherheitsüberprüfung für Makros sinnvoll.

Sicherheitshinweis bei Makros durch Outlook 2007
Abb. 7: Sicherheitshinweis bei Makros durch Outlook 2007

Das Makro wird dann über Extras, Makro, Makros, Bearbeiten bei ThisOutlookSession eingefügt (Abb. 8).
Nach einem Neustart von Outlook werden beim Anlegen ganztägiger Termine diese mit 16 h Erinnerung versehen. Über den Wert bei ReminderMinutesBeforeStart kann dieser Zeitraum gesteuert werden.

Was lernen wir daraus? Jeder sollte ein bisschen VB(A) können, meint zumindest vielleicht Microsoft... ;)

Einfügen vom VBA-Anwendungscode in ThisOutlookSession
Abb. 8: Einfügen vom VBA-Anwendungscode in ThisOutlookSession

Public WithEvents olAppointmentItems As Outlook.Items

Private Sub Application_Startup()
    Set olAppointmentItems = ThisOutlookSession.Session.GetDefaultFolder(olFolderCalendar).Items
End Sub

Private Sub olAppointmentItems_ItemAdd(ByVal Item As Object)
    If Item Is Nothing Or Item = "" Then
Exit Sub
End If

Dim appointment As AppointmentItem Set appointment = Item If appointment.AllDayEvent = True Then appointment.ReminderMinutesBeforeStart = 960 '60 Minuten * 16 appointment.Save End If End Sub

Der Spam ist dankenswerterweise durch Maßnahmen von Alex bei unserer Servertechnik stark reduziert worden. Ab und zu kommt Spam dennoch an und ich finde es ist nervend, die üblichen E-Mails wie mit dem Betreff "Viagrrra" zu löschen. Die können von mir aus ohne Zutun automatisch gelöscht werden. Da bin ich immer erstaunt, wie oft ich gefragt werde, was ist, wenn eine wichtige E-Mail dadurch gelöscht wird. Erstens ist es sehr unwahrscheinlich geschäftliche E-Mails mit dem Betreff "Viagrrraaa" zu erhalten, zweitens gibt es eine Sicherung über das Adressbuch. "Aber wenn dann doch..." beantworte ich so: Wer eine E-Mail nicht beantwortet bekommt, fragt erneut an oder greift einfach zum Telefon... und dann ist schweigen bei den Zweifelnden. Tja, Kanalreduktion und die verführerische Einfachheit der elektronischen Kanäle führen zu falschen Anreizen und Fehlsteuerungswirkungen. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Wie benutzerdefinierte Spam-Filter bei Outlook eingerichtet werden, wollte ich nicht bloggen. Da ich sie aber des Öfteren schon einrichten "musste" :), hier als Blogeintrag für das Archiv der Welt.

Die Regeln werden über Extras, Regeln und Benachrichtigungen bei Outlook eingerichtet.

Automatisches Löschen von E-Mails an bestimmte E-Mail-Adressen

  • löscht E-Mails, die an foo@foo.de adressiert sind (nützlich bei E-Mail-Verteilern)

benutzerdefinierte Regel gegen Spam 

Automatisches Löschen von E-Mails von bestimmten Personen / Absendern

  • löscht E-Mails z. B. von
    • "MSNBC Breaking News" oder "Max Mustermann"
  • sofort, wenn das als Absender bei der E-Mail-Anwendung des Absenders eingestellt wurde
  • und der Absender nicht im Adressbuch enthalten ist
     Absender MSNBC Breaking News

benutzerdefinierte Regel gegen Spam

Automatisches Löschen von E-Mails mit einem bestimmten Betreff

  • löscht E-Mails z. B. mit dem Betreff
    • "Blaues Wunder"
  • sofort, außer der Absender ist im Adressbuch enthalten

benutzerdefinierte Regel gegen Spam

Automatisches Löschen von E-Mails mit einem bestimmten Inhalt

  • löscht z. B. E-Mails bei denen irgendwo im Inhalt steht
    • "Die Aktienempfehlung des Monats"
  • sofort, außer der Absender ist im Adressbuch enthalten

benutzerdefinierte Regel gegen Spam

Stefan hat es ebenfalls schon gebloggt¹, zum .NET Open Space 2008 haben sich beginnend am 01.08. nach nur 14 Tagen schon 40 Teilnehmer angemeldet. Das heißt, es sind 60 % aller Plätze vergeben. Wer noch dabei sein will, sollte sich demzufolge bald registrieren.

Was gibt es noch für Neuigkeiten?

  • .NET auf Mikrocontrollern wurde als Themenfeld eröffnet
  • Namensschilder werden mit XING-/E-Mail-Adressen, Mobile-Tag und einem Barcode versehen
    • jeder Teilnehmer bekommt mehrere Namensschilder als "Vistenkarte"
  • der bisher am weitesten entfernte Teilnehmer kommt aus Österreich
  • 600 EUR wurden alleine von den Teilnehmern bisher gesponsert – Danke sehr!
  • es gibt ein Powerpoint-Karaoke
  • die Anzahl der Sponsoren wächst
  • bei der Open Space-Gruppe bei XING sind schon über 50 Teilnehmer zusammen gekommen
  • auf die "du, nicht Sie-"Regel habe ich sehr viel Zuspruch bekommen, scheinbar ist damit ein Nerv getroffen worden?
    • Jeder ist bei uns per du. Der .NET Open Space ist offen und jeder ist gleichberechtigt. Deine Auszeichnungen, deine Titel und dein IQ zählen nicht. Führe sie auch nicht auf, es sei denn, du wirst danach gefragt. Magst du das nicht, melde dich nicht zum .NET Open Space an. Pflanze vielleicht beispielsweise stattdessen einen Baum.

Wir möchten mit dem .NET Open Space das Open Space-Konzept auch im Bereich .NET etablieren und gehen wie mit einem möglichen Sponsoring durch Teilnehmer selbst, neue Wege. Darum haben wir uns entschieden, Naturalien, z. B. in Form von Lizenzen, nicht zu verlosen. Anstatt dessen liegen gesponserte Naturalien die ganze Zeit aus und können betrachtet werden. Jeder kann dann voten, wer den jeweiligen "Gewinn" bekommen sollte. Es ist sozusagen eine geheime Wahl. Wahrscheinlich legen wir einfach einen Barcode-Scanner aus und versehen alle Naturalien mit einem EAN-Code. Es reicht dann damit ein Scan von dem "Gewinn", der Scan des eigenen Namensschildes² und ein Druck auf "Voten". Wer mehr Infos zu einem Produkt haben will, klickt stattdessen auf "Mehr Infos", die per E-Mail kommen. Ich glaube das Prinzip bringt Sponsoren auch einen wesentlich höheren Mehrwert und bin gespannt, wie es ankommt.

 .NET Open Space vom 18.10. bis 19.10.2008 in Leipzig

¹ Erinnerung an Alex: bloggen :)
² damit man nur eine Stimme abgeben kann ;)

Vom 20.11. bis zum 21.11.2008 mit der Preconference am 19.11. finden in Berlin der Technical Summit 2008 und die Academic Days (19.11.) statt. Mit 1.000 erwarteten Teilnehmern¹ ist die Veranstaltung im Vergleich zum Launch 2008 viel kleiner, aber dennoch eine der größten Konferenzen in Deutschland im Microsoft-Umfeld.

Was soll ich sonst noch groß sagen außer "teilnehmen!" und das ich mich auf die üblichen Verdächtigen sehr freue? In diesem Sinne, man sieht sich... ;).

¹ Warum werden Sponsoren eigentlich 1.200 kommuniziert? :)

Mit Marci bin ich dieses Jahr zum ersten Mal auf der ice (Intelligent Communities for Europe) zu Besuch und zwar gleich als Sprecher. Wir halten dort einen Vortrag zu Silverlight 2 (vgl. BASTA!). Lars hat gleich nach der Nachricht an ihn mir umgehend getippt: "du hast meinen Neid, die ice ist mega geil!". Na cool, dann bin ich mal gespannt! Ich glaube der Rest vom Sommer und der Herbst wird noch richtig heiß... ;)

Nicki hat mich auf eine Aktion hingewiesen, für die er und seine Frau Christine Unterstützung suchen. Es geht um Kinder, egal ob vor Ort oder in Afrika, die Hilfe benötigen. Lieber Blogleser, schauen Sie daher bitte auf die Webseiten zu dem Projekt von Nicki & Christine: comforchildren.de.

com for children

Fast hätte ich wegen dem .NET Open Space 2008 den Vortrag von Kay am Freitag vergessen. :)

Der Abstract: Referent Kay Giza (Audience Marketing Manager bei Microsoft Deutschland) erläutert bei den INETA-Events das neue MSDN Online – eines der größten deutschsprachigen Microsoft-Portale  –, zeigt Tipps & Tricks, die selbst erfahrenen Entwickler unbekannt sein dürften, und beantwortet fernab von Produkt- oder Technologiepräsentationen Ihre Fragen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Kay spricht zwei Themengebiete an:

  • Session 1: Das neue MSDN Online
  • Session 2: Microsoft unplugged oder was Sie schon immer mal wissen wollten.

Mehr Informationen und die Registrierung gibt es hier.

Marcel und ich halten auf der BASTA! einen Power Workshop.

Worum geht es dort? Um die Windows Presentation Foundation und Microsoft Silverlight. Durch TRIAN und Beratung zu diesen Themengebieten haben wir mittlerweile ausreichend Erfahrung, wo es hier hakt und wie eine Schulung aufgebaut sein sollte. Der Power Workshop ist für Anfänger (200) gedacht. HDTV wird bei uns aber genauso wenig Thema sein, wie mit Silverlight nachgebaute Textboxen. Wir zeigen die Beispiele möglichst realitätsnah... ;)

Microsoft WPF and Silverlight from scratch

Whiteboard in Microsoft Silverlight 2 Microsoft hat mit der Windows Presentation Foundation und Silverlight mächtige Werkzeuge für die Gestaltung von Oberflächen für sogenannte Rich Interactive Applications eingeführt. Microsoft Silverlight wird gerne mit Flash verglichen, bietet aber durch die dahinterliegende Technologie – einem abgespecktem .NET Framework – konzeptuell eine andere Plattform. Zum Beispiel können C#-Entwickler ihre Kenntnisse für Webanwendungen verwenden und müssen keine neue Programmiersprache erlernen. Designer wiederum können die Oberflächen unabhängig vom C#- bzw. VB-Code gestalten. Und wo liegt der Zusammenhang zwischen WPF und Silverlight? Dieses und mehr zeigt der Power Workshop anhand gut verständlicher Beispiele, z. B. einem Whiteboard.

Beim Launch 2008 Day haben Alex und ich es bei einem Bananenweizen mit Frank und Mirko wieder festgestellt: Die besten Gespräche hat man fern ab von einer festgelegten Agenda, bei einem Kaffee oder Bier und bei einem "du". Dort gibt es keine Rollenaufteilung in Sprecher / Zuhörer und die Themen finden sich vor Ort von selbst. Wir haben uns über Klagen (beim Gericht), über Beratung / einen Auftrag in Afghanistan (Erhöhung der Lebensversicherung von der Firma bezahlen lassen, Schutzweste kaufen :) über alles Mögliche Interessante unterhalten. Genau das ist die Idee vom .NET Open Space. Hier sind alle gleich, Auszeichnungen, Titel und IQ zählen nicht. Auch die Organisatoren halten sich die ganze Zeit im Hintergrund und moderieren nur ab und an etwas. Die Verantwortlichen der jeweiligen Themenfelder sorgen mit Einladungen für Teilnehmer darin.

Der .NET Open Space 2008 besteht derzeit aus den drei parallelen Themenfeldern:

  • ALT.NET
  • Mobile Computing
  • Soft Skills

Welche Inhalte in den einzelnen Themenfeldern konkret bearbeitet werden, wird vor Ort bestimmt, denn die Veranstaltung ist Open Space. Das heißt wiederum, der .NET Open Space ist kein BarCamp und die Regel bzw. Aufforderung, dass Teilnehmer einen Vortrag halten bzw. vorbereiten, gibt es hier nicht. Es ist egal, ob es Sessions vor Ort gibt oder nicht, ganz wichtig aber ist der Erfahrungsaustausch, den man bei einer klassischen Konferenz häufig in den jeweiligen Kaffeepausen erlebt. Der .NET Open Space ist keine Konkurrenz zu einer klassischen Konferenz wie der Advanced Developers Conference, BASTA!, prio oder Tech·Ed, sondern einfach nur eine andere Methode zur Strukturierung. Ich behaupte, genau das ist der Grund, warum Ralf sein Vorschlag gescheitert ist, eine ALT.NET-Konferenz bei einer der klassischen Konferenzen zu etablieren.

Ralf: Jeder Veranstalter will der größte sein. Der Kuchen wächst ... nicht mit. Also beginnt ab einer gewissen Veranstaltungszahl eine Kanibalisierung. Das kann in niemandes Interesse sein.

Das sehe ich nicht so. Warum sind denn BarCamps erfolgreich? Ich fände es viel schlimmer, wenn aller mögliche Inhalt auf wenige Konferenzen verteilt wird. Das hätte Züge einer Planwirtschaft. Unabhängig davon müssen auch etablierte Konferenzen ihr Konzept weiterentwickeln, ganz genauso, wie sich die Welt beständig weiter dreht. Alles mögliche bei einer Konferenz anzubieten wäre meiner Meinung nach aber genau das, was Ralf sonst vehement (richtigerweise) kritisiert: Eine Generalisierung.

Zum Anderen hat auch die dt. Alt.Net Gemeinde ein Reichweitenproblem. Wenn ein Event mit 30 veranstaltet werden soll, dann müssen 300 angesprochen werden. Wer 60 haben will, der muss 600 ansprechen. Oder so ähnlich.

Das ist unsauber argumentiert. Warum? Weil es zum Beispiel darauf ankommt, ob hinter einem Konzept ein wirtschaftliches Kalkül steht oder aber nicht. Wahrscheinlich sind 100 Teilnehmer auf der Tech·Ed ein finanzielles Fiasko, bei einem BarCamp ist das dagegen vielleicht ein richtig gutes Ergebnis. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass es bei einem BarCamp, Open Space und insbesondere auch bei ALT.NET eine hervorragende Selbstorganisation gibt. Was ist beim .NET Open Space wichtig? Auf alle Fälle nicht die Teilnehmeranzahl, sondern die Motivation.

Die Leute kommen nicht aus Jux und Dollerei zu einem Event. Sie müssen Mehrwert gegenüber anderen Events sehen. Das hat mit Eintrittspreis erstmal nix zu tun. Viel teurer ist die Abwesenheit vom Arbeitsplatz. Was bietet denn aber eine Open Space ...? Wo liegt der knallharte Nutzen? Bei Open Space ist ... Nutzen viel schwerer auszumachen als bei einer BASTA! oder ADC oder prio oder TeamConf. Also ist es noch schwerer als ohnehin, TN zu generieren.

Ralf möchte wahrscheinlich auf Erwartungsnutzen, Sicherheitsäquivalent usw. aus der Mikroökonomie eingehen. Ohne viele akademische Worte und mit einer einfachen Frage: Ist der Nutzen aller möglichen Besucher beim Besuch einer klassischen Konferenz gleich? Alleine schon wegen einer Normalverteilung natürlich nicht. Inwieweit der Nutzen vom Besuch einer Konferenz für ein Individuum von der Methode zur Strukturierung der Konferenz direkt abhängig sein soll, ist ebenso fraglich. Man muss hier anders herangehen. Bei einer klassischen Konferenz vs. Open Space ist durch die Methode zur Strukturierung die Sicherheit viel höher, dass ganz bestimmte Inhalte behandelt werden. Sozusagen wer risikoavers ist, wählt etwas mit vorher definierten Agenda, wer dagegen risikofreudig ist, eher etwas offenes. Bei beiden Methoden zur Struktruierung lässt sich aber der konkrete Nutzen hinreichend gut / schlecht bestimmen.

Das geht auch einfacher zu formulieren: Bei Open Space haben Teilnehmer für ihren individuellen Nutzen mehr Freitheitsgrade, in dem sie die "Konferenz aus Kaffeepausen" aktiv selber mitgestalten. Ich möchte für mich z. B. gerne einen Überblick über ALT.NET-Werkzeuge und werde nicht locker lassen, dass das diskutiert wird. Möchten Sie auf alle Fälle einen Überblick von einem etablierten Sprecher zum Beispiel zu Softwarearchitekturen, wären Sie beim .NET Open Space falsch. Das könnte eine Session sein, muss es aber nicht. Bei einer klassischen Konferenz sind die Agenda und Vorträge schon im Voraus bekannt, bei .NET Open Space dagegen nur die Themenfelder. Möchten Sie also z. B. über die Sinnhaftigkeit von ALT.NET (oder Open Space :) diskutieren und Erfahrungen austauschen, ist der .NET Open Space 2008 wahrscheinlich geradezu ideal dafür prädestiniert.

Die Teilnahme am .NET Open Space ist kostenlos. Er läuft vom 17.10.2008 bis 19.10.2008 in Leipzig.

Mehr zum .NET Open Space 2008 und die Registrierung zur Teilnahme gibt es unter: netopenspace.de. Wer nicht dabei sein kann, aber gerne würde, kann das auch zeigen. Wer unser Konzept für eine gute Sache hält und darüber bloggen (gerne mit dem Tag NETOS2008) möchte, findet hier Materialien dazu. Bei XING habe ich übrigens eine Gruppe zu Open Space gegründet.

In diesem Sinne, man sieht sich...
Entweder auf einer klassischen Konferenz oder beim .NET Open Space 2008. :)

.NET Open Space vom 18.10. bis 19.10.2008 in Leipzig

Welcher Freiberufler oder Manager benötigt heutzutage nicht mehr denn je eine hohe Mobilität? Eine der häufigsten Fragen dabei ist, wie Microsoft Outlook synchronisiert werden kann. UMTS, WLAN, GPRS und Co. sind in Deutschland gut ausgebaut und in allen größeren Städten verfügbar. Das ist nicht die Problemstellung, sondern wie der Inhalt eines Rechners mit einem anderen synchronisiert werden kann. Die Standardantwort: Microsoft Exchange. Doch geht es nicht einfacher, kostengünstiger und smarter? Ja, mit SYNCING.NET.

Funktionsweise von SYNCING.NET

SYNCING.NET arbeitet nach dem Prinzip eines Peer-to-Peer-Netzwerks und hat gegenüber ähnlichen Lösungen wie von Vaita den Vorteil, dass keiner der Rechner als Server fungieren muss. Das heißt, sind beispielsweise bei nur zwei Rechnern der Rechner A und Rechner B nie gleichzeitig online oder nur kurze Zeit, funktioniert eine Synchronisation mit einem Peer-to-Peer-Netzwerk nur sehr schleppend oder gar nicht. In diesem Fall wird ein Rechner C benötigt, der entweder als Peer jeweils mit A und B immer wieder in Kontakt steht oder als Server fungiert und immer an ist. Wenn der Rechner C nicht existiert oder zum Beispiel wegen den Stromkosten nicht ständig laufen soll, spielt SYNCING.NET nur eine seiner Stärken aus. Mit der Store and Forward-Funktion¹, die auch bei dem SMS zum Einsatz kommt, werden Daten auf Servern von SYNCING.NET verschlüsselt zwischengespeichert und stehen damit auch dann zur Verfügung, wenn Rechner A und B niemals gleichzeitig online sein sollten. Ein dedizierter Rechner, der wegen dieser Problematik immer online ist, ist damit nicht mehr notwendig.

Synchronisation in einem Peer-to-Peer-Netzwerk vs. Synchronisation mit Store and Forward-Funktion  
Abb. 1: Synchronisation in einem Peer-to-Peer-Netzwerk vs. Synchronisation mit Store and Forward-Funktion

Synchronisiert werden können Dateien/Verzeichnisse sowie Microsoft Outlook. Für jede Synchronisation wird ein Peer-to-Peer-Netzwerk eingerichtet, bei dem festgelegt wird, was synchronisiert wird. Zu jedem der Netzwerke können unterschiedliche Peers hinzugefügt werden. Möglich wäre damit zum Beispiel die komplette Synchronisation von Microsoft Outlook zwischen dem Firmen-Notebook und Desktop PC, als auch die gleichzeitige Synchronisation von nur einem einzigen Microsoft Outlook-Ordner Gewerbeverein, zwischen einem Desktop PC und dem Rechner eines Kollegen vom Gewerbeverein. Die Einladungen zu einem Peer-to-Peer-Netzwerk werden E-Mail-Adressen zugeordnet und eine Authentifizierung über ein Konto bei einem SYNCING.NET-Server erledigt.

Synchronisation mit verschiedenen Peer-to-Peer-Netzwerken
Abb. 2.: Synchronisation von Dateien und Outlook mit unterschiedlichen Peer-to-Peer-Netzwerken


Erfahrungen eines Praxistests über drei Monate

SYNCING.NET habe ich ca. fünf Monate im Einsatz und die Synchronisation läuft zuverlässig ab. Anfangs gegen April 2008 waren vereinzelt E-Mails nicht synchronisiert worden, das gehört mittlerweise durch Updates der Vergangenheit an. Ich kann SYNCING.NET empfehlen, zumal die Lizenzen günstig sind, die Software über Firewalls hinweg funktioniert und auch neben vorhandener Infrastruktur wie z. B. Microsoft Exchange zum Einsatz kommen kann. Ein paar Punkte empfehle ich für die Arbeit mit SYNCING.NET: Um die Synchronisation zu kontrollieren, schaltet man die Anzeige der Elemente in einem Ordner von Anzahl ungelesener Elemente anzeigen auf Anzahl aller Elemente anzeigen um. Stimmt nach der Synchronisation diese Anzahl bei allen Rechnern überein, ist alles o. k.

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Abb. 3: Anzeige der Anzahl aller Elemente in einem Ordner in Outlook

Stimmt die Anzahl nicht überein und scheint SYNCING.NET z. B. von Rechner A zu Rechner B eine E-Mail nicht zu übertragen, ist der Workaround simpel. Man ordnet dazu der nicht synchronisierten E-Mail eine Kategorie zu, die nur für die Synchronisation benutzt wird. Durch die Änderung wird synchronisiert und die Kategorie kann danach bei der betroffenen E-Mail wieder gelöscht werden.

Zuordnung einer Kategorie für eine E-Mail zur Synchronisation
Abb. 4: Zuordnung einer Kategorie für eine E-Mail zur Synchronisation

Was ist aber, wenn die nicht synchronisierte E-Mail bzw. die nicht synchronisierten E-Mails nicht schnell ermittelt werden können? Sicherlich möchte niemand gerne per Hand alle E-Mails durchschauen, welche davon nicht synchronisiert wird. In diesem Fall wird die Zuordnung der zur Synchronisation bestimmten Kategorie auf Gruppierungen anstatt einzelner E-Mails angewendet.

Zuordnung einer Kategorie für eine Gruppierung zur Synchronisation
Abb. 5: Zuordnung einer Kategorie für eine Gruppierung zur Synchronisation

Mit einem Kategoriesuchordner (Erstellung: siehe vorstehende Abbildung) kann kontrolliert werden, ob alle E-Mails mit der für die Synchronisation bestimmten Kategorie schon von Rechner A an Rechner B übertragen wurden oder noch nicht. Beispiel: Stimmt die Anzahl der E-Mail mit "T: Sync" auf Rechner A und B überein, aber nicht die Gesamtanzahl pro Ordner (Option: Anzahl aller Elemente anzeigen), müssen weitere Gruppierungen gewählt werden. Zum Beispiel, indem der Zeitraum einfach von Heute auf Gestern weiter ausgedehnt wird. Nach dem manuellen Abgleich kann die Zuordnung der für die Synchronisation bestimmten Kategorie mittels dem Kategoriesuchordner leicht wieder gelöscht werden. Wichtig ist, dass die Synchronisation mit SYNCING.NET zuverlässig läuft und dieses Verfahren für den Fall der Fälle dient und ebenso zuverlässig funktioniert.

Problematisch ist beim Vergleich der Gesamtanzahl aller Elemente eines Ordner natürlich einerseits die Gesamtanzahl aller dazu zu vergleichenden Ordner und Terminanfragen. Das erstere ist eine Frage des Selbstmanagements. Ich habe eine Lösung, die ohne Outlook, Kategorien und Fähnchen auskommt und nur Posteingang und bearbeitet als Outlook-Ordner (CF2 Tracking in Abbildung 3 ist nur für statistische Auswertungen und sammelt E-Mails). Bleibt also die Frage nach Terminanfragen². Diese werden durch SYNCING.NET nicht synchronisiert und verhindern logischerweise ohne Maßnahmen damit den Vergleich der Gesamtanzahl aller Elemente pro Ordner. Die Lösung des Problems ist mit etwas Hintergrundwissen einfacher als gedacht: Die Terminanfragen müssen vor dem Vergleich der Anzahl der Elemente gelöscht werden. Wie das funktioniert, steht hier. Das Löschen dieser E-Mails ist vollkommen gefahrlos. Termine werden übrigens natürlich synchronisiert; diese Problematik betrifft nur die verschickten E-Mails dazu. Einladungen zu Kalenderfreigaben werden auch nicht synchronisiert, könnten aber ebenso gefahrlos gelöscht werden.

SYNCING.NET gefällt mir deswegen gut, weil die Anwendung einfach gehalten ist und wenige Optionen zur Konfiguration anbietet. Sie ist sozusagen "deduktiv" gehalten und "synchronisiert einfach". Miranda lässt sich damit genauso zwischen Rechnern leicht synchronisieren, wie Microsoft Outlook oder Ordner. Zum Beispiel synchronisiere ich Entwürfe für Blogeinträge zwischen Rechnern. Dazu ist bei Windows Live Writer der Ordner ...\My Weblog Posts\Drafts als Peer-to-Peer-Netzwerk anzulegen.

Die Option Schnelle Synchronisation verbraucht einige CPU-Ressourcen (bei mir ca. 40 %). Ich nutze diese daher nur, wenn benötigt und lasse sie ansonsten abgeschaltet.

Einen Vorschlag hätte ich noch für die Syncing.NET Entwickler: Ich vermisse, dass der Client nicht offline geschaltet werden kann. Einerseits scheint die Synchronisation mit aktivem UMTS etwas unstabil zu sein und Änderungen wie versendete E-Mails oder eingepflegte Termine müssen per obiger Lösung mittels Kategorien nachträglich synchronisiert werden. Könnte der Client offline geschaltet werden (Änderungen werden gespeichert, nur findet keine Kommunikation statt), wäre es sicherlich stabiler. Anderseits könnte gesteuert werden, ob Daten übertragen überhaupt werden sollen. Bei UMTS- bzw. GPRS-Verbindungen ohne Flatrate möchten einige sicher nicht, dass Syncing.NET bei einer aktiver Internetverbindung einfach zu synchronisieren beginnt. Zusätzlich müsste sicherlich die CPU-Last geringer werden, da nicht ständig auf aktive Netzwerkverbindungen geprüft wird. Das wäre gut beim Betrieb mittels Akkumulatoren.³

Mehr über SYCNING.NET gibt es unter: syncing.net.

¹ Einschränkungen: maximal 200 MB an Änderungsdaten und maximal 20 MB pro Datei
² Antwort von Sycning.NET steht bei den Kommentaren
³ Antwort von Syncing.NET: Das Gewünsche kann durch Beenden des Clients erreicht werden.

CEO bei GROSSWEBER, Entrepreneur, Entwickler, Finanzinvestor. Promoter von Community, Open Source und
Open Spaces.

Ich biete Consulting und Schulungen / Trainings, u. a. zu mobilen Geräten, Lync.
GROSSWEBER

Bei GROSSWEBER wird praktiziert, was gepredigt wird. Dort werden Schulungen für moderne Softwaretechnologien angeboten, wie Behavior Driven Development, Clean Code, Git oder HTML5. Their staff is fluent in a variety of languages, including English.

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