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.NET User Group Leipzig

Der .NET Open Space 2009 ist seit genau zwei Wochen vorbei. Ich selber habe dieses Jahr nicht an den den Open Spaces teilgenommen und auch keinen einzigen vorgeschlagen. Warum das? Einerseits habe ich den für mich interessanten Austausch genau dort gehabt, wo ich laufend war, eben z. B. beim Kaffee trinken. Hey, ist nicht genau das der Sinn eines jeden Open Space? Und ich hatte noch ein anderes Ziel. Ich wollte beobachten, messen und bewerten. Mir war enorm wichtig, warum zu uns so viele Teilnehmer kommen und wie man kommende Open Spaces verbessern kann. Meines Erachtens “kränkeln” viele der klassischen Konferenzen am jahrelang unveränderten Konzept. Das soll uns nicht passieren.

Fotos vom .NET Open Space 2009 
Die Welt drehte sich längst weiter, Microsoft als injizierender Technologietreiber bewegte sich weg vom zugeknöpften, stur Machthungrigen Konzern hin zum viel offenerem Konzept. Einwände? Ja, klar gibt es weiterhin sehr zugeknöpfte und / oder sture Produktteams, dennoch, deren Anzahl ist längst auf dem absteigenden Ast. Wenn ich mit Mitarbeitern von Microsoft spreche, egal was ich mir bei Teams unter dem Mantel meines verblüften Schweigens (mal “NDA” genannt) anschauen darf, es heißt irgendwie “hin zur Community”. Hhm, wird Ray Ozzie zur einer PDC das .NET Social Framework 1.0 vorstellen?

Provokativ gefragt, wird es zukünftig Konferenzveranstalter im eigentlichen Sinn nicht mehr geben, weil die Community sich selber organisiert? Sicher nicht in diesem umfassenden Ausmaß, aber ich vermute es werden viele Tränen geweint werden, weil Teilnehmerzahlen zurückgehen. Der Trend heißt BarCamp, Open Space, Code Camp, Bootcamp; Selbstorganisation. Ich fand z. B., dass die Idee “Killing Features Sessions” gut angekommen und angenommen worden ist, so wie ich Feedback in vielen Gesprächen mit den Teilnehmern verstand. Ein Sponsor sagte mir gleich dazu, “das ist die Idee seit Jahren, so haben wir null Standkosten und es stellt jemand aus der Community vor, der davon überzeugt ist, der kämpft, kein Sprecher muss subtil Werbung aka Spam machen”.

Ich will erneut festhalten, dass das keine Ansage ist, einige Konferenzveranstalter verändern gerade ihr Konzept oder haben es schon getan. Gut so und diese haben mit Wissensvermittlung auch eine andere Charakteristika, das Zuhören, um nicht das Wort “Systemverhalten” für die Teilnehmer zu bemühen.

Was ist wichtig? Was bleibt zum nächsten Open Space über?

  • durchgängig alle Teilnehmer waren sehr zufrieden
    • ich hab wirklich keine andere Meinung gehört, auch nicht per Social Engineering Versuche, wie über Dritte zu gehen
  • die Organisation des .NET Open Space wird als super, perfekt, ideal gelobt
  • während der Kaffee- und Mittagspausen gibt es unglaublich viele Gespräche
    • sehr schön zu beobachten, wie dynamisch Gruppen gebildet und aufgelöst werden
    • Themen sind nicht “Quelle & Co.”, sondern fachspezifisch zu .NET oder Kooperationen
  • ein, zwei Teilnehmern, eher die Ausnahme, hat die Sessionbildung zu lange gedauert
    • am Freitag hatten wir schon “Tags” gesammelt, das wiederholen wir nicht
    • die Open Spaces werden daher wie gehabt gebildet, das funktioniert soweit sehr gut
  • die Verlosung dieses Jahr hat exzellent funktioniert
  • die Open Spaces am “lebenden Objekt” waren sehr gut besucht, das werden wir mehr forcieren
    • es wird zwei, drei mobile Beamer geben, die man ausleihen kann
    • die “Group By”-Schilder lassen wir weg
    • in jedem Raum ist ein Beamer, pro Raum ist dafür ein Tisch für Notebook etc. bereit
    • in jedem Raum werden Flipcharts sein, auch in den Treffpunkten
    • unsere Lobby wird weiter zum Treffpunkt ausgebaut, noch mehr Sitzflächen wie Sitzsäcke
    • die zweite Etage wird auch zum Treffpunkt werden
  • die Einführung von Stefan wird explizit darauf eingehen
    • das Fishbowl gut ist
    • der Vorschlagende der “Moderator” ist (ein Auge gegen einseitige Diskussion hat)
    • das der Moderator vor dem Schluss eine Zusammenfassung gibt
    • alles am “lebenden Objekt” zu diskutieren, wenn es Sinn macht
  • die Teilnehmer werden einer A0 Deutschlandkarte ihre Namen örtlich gruppiert vorfinden
  • an die Türen kommen die “Tracknummern”
  • am Samstagfrüh 8:00 Uhr ist schon Kuchen bzw. Bretzeln da, nicht erst 10:00 Uhr
  • an der Rezeption halten wir einen kleinen Vorrat an Medikamenten bereit wie Aspirin
  • der .NET Open Space 2010 wird eine Beschränkung der Teilnehmerzahl haben

Bis zum nächsten Open Space, so lang ist das nicht mehr hin und Danke das ihr hier wart! :-)

PS: Fotos und Berichte gibt es hier.

CEO bei GROSSWEBER, Entrepreneur, Entwickler, Finanzinvestor. Promoter von Community, Open Source und
Open Spaces.

Ich biete Consulting und Schulungen / Trainings, u. a. zu mobilen Geräten, Lync.
GROSSWEBER

Bei GROSSWEBER wird praktiziert, was gepredigt wird. Dort werden Schulungen für moderne Softwaretechnologien angeboten, wie Behavior Driven Development, Clean Code, Git oder HTML5. Their staff is fluent in a variety of languages, including English.

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